US Open - Qualifikant Koepfer in der dritten Runde

Dominik Köpfer

US Open in New York

US Open - Qualifikant Koepfer in der dritten Runde

Er ist weiterhin selbst unter Tennisfans noch unbekannt, nun aber als erster deutscher Tennisprofi in der dritten Runde der US Open. "Es fühlt sich großartig an", sagte Dominik Koepfer nach seinem Sieg in drei Sätzen.

Der 25 Jahre alte Koepfer, der erst über die Qualifikation ins Hauptfeld kam, setzte sich am Mittwochabend (28.08.2019/Ortszeit) gegen den Amerikaner Reilly Opelka mit 6:4, 6:4, 7:6 (7:2) durch. Koepfer steht bei seinem erst zweiten Grand-Slam-Turnier erstmals in der dritten Runde.

Im Louis-Armstrong-Stadium verwandelte er nach 2:28 Stunden seinen ersten Matchball. Im Kampf um den Achtelfinal-Einzug trifft der Schwarzwälder nun auf den Sieger des Duells zwischen dem Amerikaner Jenson Brooksby und Nikolos Bassilaschwili aus Georgien.

Größter Erfolg der Karriere

"Es fühlt sich großartig an", sagte Koepfer nach dem bislang größten Erfolg seiner Karriere. "Ich habe es wirklich genossen, hier zu spielen."

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Koepfers zweiter Auftritt in Flushing Meadows war kurzfristig in die zweitgrößte Arena verlegt worden, weil die ursprünglich dort in der Night Session angesetzte Partie zwischen dem Bulgaren Grigor Dimitrow und dem Kroaten Borna Coric wegen einer Rückenverletzung von Coric ausfiel.

Dominik Koepfer: "Davon träumt man als kleiner Junge"

Sportschau 29.08.2019 01:19 Min. Verfügbar bis 29.08.2020 Das Erste Von HR-Reporter Tim Brockmeier

Auf einmal im Rampenlicht

Auf einmal fand sich Koepfer, den Tennisfans in Deutschland - wenn überhaupt - erst seit seiner Wimbledon-Teilnahme vor knapp zwei Monaten ein Begriff, also komplett im Rampenlicht wieder. Doch das spornte den früheren College-Spieler nur noch mehr an. Gegen Opelka, immerhin Nummer 42 der Welt, trat Köpfer von Beginn an völlig unbekümmert und total fokussiert auf. Zum 5:4 schaffte er im ersten Satz das Break und holte sich nach 53 Minuten den ersten Durchgang.

Auch im zweiten Abschnitt bestimmte Köpfer weiter das Geschehen. Zum 3:2 schaffte er wieder ein Break, kurz darauf ließ sich Opelka für einige Minuten am Rücken behandeln. Der 2,11-Meter-Riese bewegte sich schlecht, stand oft miserabel zum Ball.

Kleine Schwächephase

Koepfer nutzte das geschickt aus und holte sich auch den zweiten Satz mit 6:4. Danach leistete sich der Deutsche eine kleine Schwächephase und gab zu Beginn des dritten Durchgangs zum ersten Mal selbst sein Service ab. Doch Koepfer fing sich schnell wieder und schaffte zum 2:3 das Rebreak.

Trotzdem hatte er noch einige enge Phasen zu überstehen und musste insgesamt vier Satzbälle abwehren, ehe er die Überraschung perfekt machte.

dpa | Stand: 29.08.2019, 06:39

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