US Open - Schlechter Tag für die deutschen Damen

Julia Görges bei den US Open im Spiel gegen Jekaterina Makarowa

US Open in New York

US Open - Schlechter Tag für die deutschen Damen

Mit Tatjana Maria, Julia Görges und Carina Witthöft haben bei den US Open gleich drei deutsche Damen den Einzug in die dritte Runde verpasst. Bei den Männern scheiterte Andy Murray.

Görges verlor am Mittwoch (29.08.2018) in New York 6:7 (10:12), 3:6 gegen die Russin Jekaterina Makarowa. Görges hatte die einstige Top-Ten-Spielerin in der Vorwoche beim Turnier in New Haven noch besiegt.

"Natürlich bin ich enttäuscht, es war nicht mein bestes Match und sie hat sehr gut gespielt", sagte Görges: "Der erste Satz hat das Match entschieden. Sie hat sehr gut aufgeschlagen, deshalb war es für mich schwer, ihr mein Spiel aufzudrängen."

Drei deutsche Damen ausgeschieden

Sportschau 30.08.2018 01:09 Min. Verfügbar bis 30.08.2019 ARD

Maria: "Ich war nie richtig im Match"

Maria verlor 2:6, 3:6 gegen Jelina Switolina aus der Ukraine. Switolina ist in New York an Nummer sieben gesetzt und revanchierte sich für das überraschende Erstrunden-Aus gegen Maria in Wimbledon. "Ich hatte meine Chancen, aber ich war nie richtig im Match. Daher bin ich schon enttäuscht", sagte Maria: "Sie hat sich aber auch gut auf mein Spiel eingestellt und sehr gut gespielt."

Tatjana Maria bei den US Open

Tatjana Maria bei den US Open

Maria versuchte zwar, so oft wie möglich selbst die Initiative zu ergreifen, war aber nicht häufig genug mit ihren Netzattacken erfolgreich. Bei Temperaturen von erneut mehr als 30 Grad schon am späten Vormittag waren längere Ballwechsel eher die Ausnahme. Auch Switolina suchte oft schnell die Entscheidung und hatte nach nur 68 Minuten das Weiterkommen unter die letzten 32 sicher.

Witthöft ohne Chance gegen Serena Williams

Carina Witthöft war gegen die langjährige Weltranglisten-Erste Serena Williams ohne Chance und verlor 2:6, 2:6. Trotz der Niederlage zeigte die 101. der Weltrangliste eine couragierte Vorstellung gegen die 36 Jahre alte Amerikanerin, die das Grand-Slam-Turnier sechsmal gewonnen hat. Gegen den starken Aufschlag und die harten Grundschläge war die 23-jährige Witthöft im ersten Vergleich der Beiden jedoch zu oft machtlos. Vor rund 20.000 Zuschauern im Arthur-Ashe-Stadium nutzte Serena Williams nach 67 Minuten ihren ersten Matchball.

Titelverteidigerin Stevens müht sich weiter

Titelverteidigerin Sloane Stephens erreichte nur mit erheblicher Mühe die dritte Runde. Die Weltranglisten-Dritte aus den USA bezwang die ukrainische Qualifikantin Anhelina Kalinina mit 4:6, 7:5, 6:2. Der Erfolg über die 21 Jahre alte Nummer 134 der Welt stand erst nach 2:45 Stunden fest. Wegen der Hitze von mehr als 30 Grad durften beide Spielerinnen nach dem zweiten Satz für zehn Minuten in die Umkleidekabine.

Nur noch Kerber im Rennen

Als letzte von sieben gestarteten deutschen Tennis-Damen ist nur noch Angelique Kerber dabei, die vor zwei Jahren bei den US Open triumphierte. Die Wimbledonsiegerin trifft an diesem Donnerstag auf die Schwedin Johanna Larsson.

Murray scheitert früh

Bei den Männern ist der ehemalige Tennis-Weltranglisten-Erste Andy Murray in der zweiten Runde ausgeschieden. Er verlor 5:7, 6:2, 4:6, 4:6 gegen Fernando Verdasco aus Spanien. Der an Nummer 31 gesetzte Linkshänder verwandelte nach fast dreieinhalb Stunden seinen dritten Matchball gegen den zweimaligen Olympiasieger Murray, der nach einer Hüftoperation erst wieder ins Profitennis zurückgekehrt ist. Von den bisherigen 14 Duellen mit dem 34-jährigen Verdasco auf der Tour hatte der drei Jahre jüngere Schotte nur eines verloren.

Vorjahressieger Rafael Nadal besiegte den Kanadier Vasek Pospisil mit 6:3, 6:4, 6:2. Nächster Gegner des Spaniers ist der an Nummer 27 gesetzte Russe Karen Chatschanow.

Alize Cornet fürs Umziehen kurzzeitig verwarnt

Die Französin Alize Cornet erhielt derweil bei ihrem Match eine absurde Verwarnung. Cornet war nach einer zehnminütigen Hitzepause mit einem frischen T-Shirt auf den Platz zurückgekehrt, das sie aber verkehrt herum angezogen hatte. Umgehend korrigierte sie den Fehler und stand für wenige Sekunden im Sport-BH da. Ein Regelverstoß, der mit einer Verwarnung geahndet wurde. "Auf dem Platz kam es mir wie ein Fehler des Schiedsrichters vor. Es war heiß für uns alle, auch für ihn. Er hat sich schnell bei mir entschuldigt, damit war die Sache für mich erledigt", sagte Cornet.

"Diese Regel ist veraltet und unpraktisch", schrieb Tennis-Ikone Billie Jean King bei Twitter. Die zweimalige US-Open-Siegerin Tracy Austin schrieb: "Lächerlich. Männer wechseln ihr Shirt mehrfach pro Spiel."

Dieses Element beinhaltet Daten von Twitter. Sie können die Einbettung auf unserer Datenschutzseite deaktivieren.

Die USTA "bedauerte" die Verwarnung und stellte am Mittwoch klar, dass "alle Spieler ihr Shirt wechseln dürfen, wenn sie auf ihrem Stuhl sitzen". Spielerinnen haben zudem weiterhin die Möglichkeit, sich an einem privateren Ort umzuziehen.

Die Spielerinnenorganisation WTA teilte mit: "Die Verwarnung der USTA gegen Alize Cornet war unfair und basiert nicht auf den Regeln der WTA." Die WTA habe überhaupt keine Regel für das Umziehen auf dem Platz: "Wir sind froh, dass die USTA diese Regel geändert hat. Alize hat nichts falsch gemacht."

red/sid | Stand: 30.08.2018, 08:30

Darstellung: