US-Open - Generationenduell Nadal gegen Medwedew im Finale

Rafael Nadal

US Open in New York

US-Open - Generationenduell Nadal gegen Medwedew im Finale

Tennis-Altmeister Rafael Nadal und Shootingstar Daniil Medwedew stehen bei den US Open im Endspiel.

Der dreimalige New-York-Champion Nadal gewann am Freitagabend (06.09.2019/Ortszeit) sein Halbfinale gegen den Italiener Matteo Berrettini mit 7:6 (8:6), 6:4, 6:1 und steht damit zum fünften Mal in Flushing Meadows im Finale. Der Russe Medwedew hatte sich zuvor gegen den Bulgaren Grigor Dimitrow mit 7:6 (7:5), 6:4, 6:3 durchgesetzt und spielt erstmals bei einem der vier Grand-Slam-Turniere in einem Endspiel.

US Open - Nadal und Medwedew im Finale der Freude

Sportschau 07.09.2019 01:07 Min. Verfügbar bis 07.09.2020 ARD Von Tim Brockmeier

"Der erste Satz war ein bisschen frustrierend, weil ich so viele Breakchancen nicht genutzt habe. Aber ich habe den Tiebreak überlebt und nach dem Break im zweiten Satz wurde es dann einfacher", sagte Nadal.

Nadal der letzte der großen Drei

Nadal ist der letzte der großen Drei, der in New York noch dabei ist. Roger Federer war zuvor im Viertelfinale, Novak Djokovic sogar schon im Achtelfinale ausgeschieden. Die Gelegenheit, seinen insgesamt 19. Grand-Slam-Titel zu gewinnen, ist für den Mallorquiner damit groß. Doch gegen Berrettini musste auch Nadal anfangs hart kämpfen und im Tiebreak des ersten Satzes sogar zwei Satzbälle abwehren. Der Italiener spielte mutig auf und brachte Nadal damit gehörig in Verlegenheit. Doch der 33-Jährige blieb in den entscheidenden Phasen ruhig und holte sich nach 73 Minuten doch noch den ersten Satz.

Nadal nutzt ersten Matchball

Auch im zweiten Abschnitt hielt Berrettini bei seiner Premiere in einem Grand-Slam-Halbfinale weiter gut mit. Zum 4:3 schaffte Nadal aber das Break, wenig später holte er sich den zweiten Satz. Damit war der Widerstand von Berrettini gebrochen. Nach 2:35 Stunden nutzte Nadal seinen ersten Matchball.

Medwedew beeindruckend abgeklärt

Medwedew zeigte im ersten Grand-Slam-Halbfinale seiner Karriere eine beeindruckend abgeklärte Leistung. Von Nervosität war beim Russen nichts zu spüren. Der 23-Jährige untermauerte vielmehr ein weiteres Mal, warum er als Geheimfavorit nach New York gefahren war. Vor den US Open hatte Medwedew in Washington und Montreal jeweils das Finale erreicht und die Generalprobe in Cincinnati sogar gewonnen.

Dass er dadurch bereits jede Menge Spiele in den vergangenen Wochen bestritten hatte, merkte man ihm nicht an. Stattdessen wirkte er sogar etwas fitter als Dimitrow, der im Viertelfinale überraschend Federer in fünf Sätzen ausgeschaltet hatte. Nach 61 Minuten holte er sich im Tiebreak den ersten Satz, nach einer weiteren Stunde den zweiten Abschnitt mit 6:4.

Viele leichte Fehler bei Dimitrow

Dimitrow agierte zwar die meiste Zeit auf Augenhöhe, leistete sich in den entscheidenden Phasen aber zu viele leichte Fehler. Im dritten Satz gelang Medwedew ein schnelles Break, damit war der Widerstand von Dimitrow gebrochen. Medwedew nutzte nach 2:38 Stunden seinen dritten Matchball. Der bisher letzte Russe in einem Grand-Finale war Marat Safin 2005 bei den Australian Open. Er gewann damals das Turnier - gegen den Australier Lleyton Hewitt.

red/sid/dpa | Stand: 07.09.2019, 11:01

Darstellung: