Tennis - US Open der Superlative

Arthur-Ashe-Tennisstadion in New York

US Open in New York

Tennis - US Open der Superlative

Das größte Stadion, das höchste Preisgeld, alle Superstars im Feld - die US Open sind das Tennisturnier der Superlative.

Stanislas Wawrinka, der Sieger von 2016, und Grigor Dimitrow, der an Nummer acht gesetzte Bulgare, hatten die Ehre, das vierte und letzte Grand-Slam-Turnier des Jahres auf dem Centre Court zu eröffnen - Wawrinka gewann glatt in drei Sätzen. Theoretisch hätten sich 23.771 Zuschauer das Spiel ansehen können - das Arthur-Ashe-Stadion ist das größte Tennisstadion der Welt.

Das Louis-Armstrong-Stadion, früher der Centre Court, ist umgebaut worden und verfügt nun ebenfalls über ein ausfahrbares Dach.

Was ist neu in Flushing Meadows?

Die Spieler bekommen in diesem Jahr Zeitdruck, mehr als manchem lieb ist. 25 Sekunden ticken unerbittlich nach einem Ballwechsel herunter, in dieser Zeit muss der Aufschläger wieder bereit sein. Die Profis sind geteilter Meinung über den Nutzen der "Shot Clock".

Nadal, Kerber und Co.: So starten die Favoriten in die US Open Sportschau 26.08.2018 02:00 Min. Verfügbar bis 26.08.2019 Das Erste

Was gibt es zu verdienen?

Insgesamt sind die US Open mit 53 Millionen Dollar (etwa 45,6 Millionen Euro) dotiert und damit höher als jedes andere Tennisturnier. Wer in der ersten Runde ausscheidet, kassiert 54.000 US-Dollar. Die Gewinner im Damen- und Herreneinzel bekommen 3,8 Millionen US-Dollar überwiesen.

Was macht die "alte Garde"?

Novak Djokovic (31), Rafael Nadal (32) und Roger Federer (37) sind noch nicht bereit, das Feld zu räumen. Wimbledon-Sieger Djokovic hat zu alter Klasse zurückgefunden und in Cincinnati Geschichte geschrieben. Titelverteidiger Nadal konnte es sich nach dem Erfolg in Toronto sogar leisten, das Masters in Cincinnati auszulassen. Federer kam dort ins Finale. Bei den Frauen hat die große Serena Williams (36) nach dem verlorenen Wimbledon-Finale noch eine Rechnung offen, ohne den historischen 24. Grand-Slam-Titel will sie sich nicht verabschieden.

Spielt Angelique Kerber um ihren nächsten Grand-Slam-Titel?

Der historische Triumph von Wimbledon hat es allen Kritikern bewiesen: Mit Angelique Kerber ist bei Großereignissen wieder zu rechnen. Ihr dritter Titel bei den vier Grand Slams war auch ein Zeichen an die Konkurrenz. Der Weg ins Finale führt über Kerber, dabei spielt es kaum eine Rolle, dass die 30 Jahre alte Kielerin in der Vorbereitung auf Hartplatz nur ein Match gewann. Doch Obacht: In der zweiten Runde könnte bereits die Französin Alize Cornet warten, gegen die Kerber zuletzt in Cincinnati verlor.

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Schafft Alexander Zverev seinen Grand-Slam-Durchbruch?

Ein Viertelfinale bei den French Open im Mai 2018 steht als erfolgreichstes Resultat für Alexander Zverev bei den vier Majors bislang zu Buche. Deutlich zu wenig für einen Spieler mit seinen Ansprüchen. Tennis-Ikone Ivan Lendl soll Zverev dabei helfen, sein Potenzial auch bei den Grand Slams abzurufen. Ob es ihm schon in New York gelingt? Nach einer holprigen Vorbereitung gehört Zverev nicht zum engsten Favoritenkreis. Die Auslosung ist für die Nummer vier der Setzliste jedoch wie gemacht, um zumindest locker die zweite Woche zu erreichen.

Wie ist das deutsche Tennis vertreten?

Im Hauptfeld stehen 15 deutsche Profis. Bei den Männern sind das außer Alexander Zverev dessen Bruder Mischa, Philipp Kohlschreiber, Florian Mayer, Peter Gojowczyk, Jan-Lennard Struff, Yannick Maden, Maximilian Marterer und Yannick Hanfmann. Bei den Frauen starten außer Kerber noch Julia Görges, Tatjana Maria, Andrea Petkovic, Laura Siegemund und Carina Witthöft.

US Open: Julia Görges so stark wie nie

Sportschau 27.08.2018 00:31 Min. Verfügbar bis 27.08.2019 ARD

Auf wen ist zu achten?

Der Brite Andy Murray spielt zum ersten Mal seit Wimbledon 2017 wieder bei einem Grand-Slam-Turnier. "Es fühlt sich ein bisschen komisch an", sagte Murray, "bei den vergangenen US Open bin ich immer nach New York gekommen, um das Turnier zu gewinnen. Ich denke, das ist dieses Mal nicht realistisch." Im Januar 2018 wurde der 31 Jahre alte Schotte an der Hüfte operiert. Seitdem bestritt er acht Spiele bei vier Turnieren, von denen er vier gewann: "Ich bin wirklich froh, wieder zurück bei einem Grand Slam zu sein und versuche, es so gut wie möglich zu genießen."

sid/red | Stand: 27.08.2018, 12:53

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