Tennis-Matches aus Halle unter Manipulationsverdacht

Der Gerry Weber Sportpark in Halle Westfalen

ZDF-Recherche

Tennis-Matches aus Halle unter Manipulationsverdacht

Mehrere Matches einer Tennisturnierserie, die im Sommer in Halle/Westfalen ausgetragen wurde, stehen unter Manipulationsverdacht. Das berichtete das ZDF in der Sportreportage am Sonntag (03.01.2021)

Die Vorwürfe richten sich gegen zwei Spielerinnen, die bei der sogenannten International Premier League (IPL) an mehreren verdächtigen Partien beteiligt gewesen sein sollen. Entsprechende Listen von Wettanbietern liegen dem ZDF vor.

Organisatoren haben keine Kenntnis

Die Organisatoren haben keine Kenntnis über angebliche auffällige Wetten bei ihren Veranstaltungen. Die IPL hatte der frühere Davis-Cup-Spieler André Begemann ins Leben gerufen, um den Spielerinnen und Spielern einen Ersatz in der Corona-Pause zu bieten.

"Was die IPL betrifft, liegen uns keine Informationen bezüglich Wettmanipulationen vor. Es haben sich weder Vertragspartner noch Anbieter bei uns diesbezüglich gemeldet", teilte Turnierdirektor Begemann der Deutschen Presse-Agentur am Sonntag mit: "Darüber hinaus wurden alle Teilnehmer hinreichend geprüft, um dem vorzubeugen. Wir nehmen das Thema sehr ernst und helfen gerne bei jeglicher Aufklärung, um einen sauberen Sport zu garantieren."

Immer wieder Manipulationsvorwürfe

Manipulationsvorwürfe kommen im Tennis immer wieder auf, die Tennis Integrity Unit (TIU) ist dafür zuständig. Zuletzt hat sie im Dezember eine Sperre über zwölf Jahre für die Slowakin Dagmara Baskova, die einmal die Nummer 1117 in der Weltrangliste war, bekannt gegeben.

Nach eigenen Angaben hat die TIU im vergangenen Jahr Strafen gegen 20 Profis ausgesprochen. Bei der IPL, die über fünf Wochen mit einem Preisgeld von 150.000 Euro gespielt wurde, waren auch frühere Top-100-Spielerinnen am Start. Das Motto der Serie lautete: "Von Spielern für Spieler."

sid/red | Stand: 03.01.2021, 19:13

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