Anna-Lena Grönefeld beendet Tenniskarriere

Anna-Lena Grönefeld

Größte Erfolge im Mixed

Anna-Lena Grönefeld beendet Tenniskarriere

Auf dem heiligen Rasen von Wimbledon und der roten Asche von Paris feierte Anna-Lena Grönefeld große Erfolge, nun verabschiedet sich die zweimalige Grand-Slam-Siegerin im Mixed vom Tennis.

Am Donnerstag (05.12.2019) gab die langjährige Fed-Cup-Spielerin aus Nordhorn in den sozialen Netzwerken ihr Karriereende bekannt. "Dieses kleine Mädchen hatte Träume! Die letzten 18 Jahre durfte sie einen davon leben! Jetzt ist es aber für sie an der Zeit, sich hoffentlich einen anderen Traum, nämlich den einer eigenen Familie, zu erfüllen", schrieb die 34-Jährige unter ein Foto auf dem Tennisplatz aus Kindertagen.

"Ich habe versucht, sie davon zu überzeugen, noch ein Jahr dranzuhängen", sagte Barbara Rittner, "Head of Women's Tennis" beim Deutschen Tennis Bund (DTB), in Hamburg: "Sie hat eine tolle Karriere gehabt. Es war schön, sie dabeizuhaben und im Team mit ihr zusammenzuarbeiten. Und ich glaube schon, dass wir sie in Zukunft hier und da mal in gewissen Dingen einbinden können."

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Kein Spaß mehr am Einzel

Im Einzel war Grönefeld 2006 bis auf Platz 14 der Weltrangliste vorgestoßen, seit 2012 konzentrierte sie sich ausschließlich auf Doppel und Mixed, "weil mir das Einzel einfach keinen Spaß mehr gemacht hat". Verletzungen und Ärger mit ihrem langjährigen und in der Szene umstrittenen Trainer Rafael Font de Mora hatten zu der Entscheidung geführt.

Im Mixed feierte sie ihre größten Erfolge: 2009 holte sie sich in Wimbledon an der Seite von Mark Knowles (Bahamas) ihren ersten Major-Titel, fünf Jahre später legte sie bei den French Open mit dem Niederländer Jean-Julien Rojer nach.

Gemeinsam mit dem Kolumbianer Robert Farah scheiterte sie zudem 2016 in Wimbledon sowie ein Jahr später in Paris erst im Finale. Im Doppel errang Grönefeld insgesamt 17 Titel auf der WTA-Tour. Mit ihrer niederländischen Partnerin Demi Schuurs war sie jüngst beim WTA-Finale der besten Tennisspielerinnen der Saison in Shenzhen ins Halbfinale eingezogen.

Verbandsarbeit in Niedersachsen

Dem Tennis bleibt Grönefeld aber auch nach dem Ende ihrer aktiven Karriere erhalten, künftig wird sie sich verstärkt beim Tennisverband Niedersachsen-Bremen engagieren. "Wir sind sehr stolz, eine solch erfolgreiche Spielerin im Verband zu haben und freuen uns, dass sie künftig als Beraterin für die Tennisbase und in der Trainer-Aus- und Fortbildung ihre umfangreichen Erfahrungen aus dem internationalen Tennissport weitergibt", sagte Verbandspräsident Raik Packeiser.

sid/dpa | Stand: 05.12.2019, 14:00

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