Sieg gegen Tsitsipas - Federer feiert 100. Titel auf der ATP-Tour

Roger Federer

Endspiel in Doha

Sieg gegen Tsitsipas - Federer feiert 100. Titel auf der ATP-Tour

Roger Federer schreibt weiter Tennis-Geschichte: Der 37-jährige Schweizer hat das Endspiel in Dubai gegen Stefanos Tsitsipas gewonnen, es war sein 100. Sieg bei einem ATP-Turnier. Nur Jimmy Connors ist besser.

6:4, 6:4 - Roger Federer setzte sich im Finale des Hartplatzturniers in Dubai gegen den 17 Jahre jüngeren Griechen Stefanos Tsitsipas durch und erreichte damit den nächsten Meilenstein seiner großen Tenniskarriere. Mehr Titel als Federer hat auf der Männertour nur der US-Amerikaner Jimmy Connors geholt. Der US-Amerikaner hatte zwischen 1972 und 1996 bei 109 Turnieren triumphiert.

"Heute ist ein Traum wahr geworden", sagte Federer: "Es war eine unglaubliche Woche für mich." Zu Beginn des Turniers hatte Federer noch ungewohnte Probleme offenbart, in der ersten Runde gegen Philipp Kohlschreiber brauchte er drei Sätze. Im Finale war davon nichts mehr zu sehen: Nach 69 Minuten verwandelte Federer seinen ersten Matchball zum achten Sieg in Dubai.

Federers Revanche

Für Federer war der Erfolg über Tsitsipas jedoch mehr als nur ein statistischer Meilenstein. Er revanchierte sich an seinem 17 Jahre jüngeren Gegner für die bittere Niederlage im Achtelfinale der Australian Open und bewies, dass auch im Jahr 2019 mit ihm zu rechnen ist.

Schon im Halbfinale hatte Federer einem hochtalentierten Kontrahenten dessen Grenzen aufgezeigt: Gegen den Kroaten Borna Coric (22), gegen den er zuvor zweimal verloren hatte, gewann er 6:2, 6:2.

Tsitsipas fordert Federer - und verliert

Auch im Endspiel sahen die Zuschauer ein enges Duell, in dem der Publikumsliebling aus Basel den besseren Start erwischte. Das frühe Break ebnete ihm den Weg zum Satzgewinn, anders als in Melbourne nutzte Federer seine Chancen. Tsitsipas, der ab Montag (04.03.2019) zum ersten Mal zu den Top 10 der Weltrangliste gehören wird, stemmte sich gegen die Niederlage, bei böigem Wind unterliefen ihm jedoch ein paar Fehler zu viel.

Als Federer am 4. Februar 2001 in Mailand gegen den Franzosen Julien Boutter seinen ersten Titel gewonnen hatte, war Tsitsipas gerade einmal zwei Jahre alt. Dem Griechen gehört ohne Frage die Zukunft, neben dem Hamburger Alexander Zverev ist er der vielversprechendste Spieler der "Next Generation". In der Gegenwart setzte sich jedoch Federers Offensivtennis durch.

Immer wieder suchte der "Maestro" den Weg ans Netz und setzte Tsitsipas schon bei dessen Aufschlag unter Druck. Bei seinem eigenen Service gab sich Federer keine Blöße, das entscheidende zweite Break der Partie gelang ihm mit seiner zweiten Chance zum 5:4 im zweiten Satz. In Melbourne hatte er noch zwölf Möglichkeiten vergeben, Tsitsipas den Aufschlag abzunehmen.

red/sid/dpa | Stand: 02.03.2019, 18:43

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