Schüttlers Debüt als Fed-Cup-Kapitän ohne Top-Spielerinnen

Rainer Schüttler

Damen-Tennis

Schüttlers Debüt als Fed-Cup-Kapitän ohne Top-Spielerinnen

Die Top-Spielerinnen Julia Görges und Angelique Kerber stehen nicht zur Verfügung. Dennoch darf sich der neue Fed-Cup-Kapitän Rainer Schüttler Hoffnungen auf einen Sieg gegen Brasilien machen - und aufs Erreichen der umstrittenen Endrunde.

Denn bei der Qualifikation für die Endrunden-Premiere im April in Budapest fehlt auch Gastgeber Brasilien an diesem Freitag (07.02.2020, 16.00 Uhr) und Samstag (14.30 Uhr) ihre Nummer eins.

Die zweite Riege soll es richten

Laura Siegemund freut sich über einen gewonnenen Punkt

Laura Siegemund

Weil Kerber ihre Oberschenkelprobleme auskuriert und Görges sich auf die Turniere in Dubai und Doha in der zweiten Februar-Hälfte konzentrieren möchte, fehlt das Duo schon im dritten Jahr nacheinander in der ersten Runde. Richten sollen es auch dank ihrer Erfahrung die 31-jährige Laura Siegemund und die ein Jahr ältere Tatjana Maria sowie Anna-Lena Friedsam und Antonia Lottner.

Schüttler sieht sein Quartett als "kompaktes und motiviertes Team" und mochte sich auch nicht mehr lange mit Irritationen um die Absage von Görges aufhalten. Sie hatte zuletzt in Melbourne eine klare Aussage vermieden, während Schüttler nach eigenen Angaben längst informiert war.

Brasilien ohne Beatriz Haddad Maia

Weil bei Brasilien wegen einer Dopingsperre die schlaggewaltige Linkshänderin Beatriz Haddad Maia ausfällt, führt in Gabriela Ce die Nummer 225 der Weltrangliste das Team an.

Schüttler warnte davor, die Partie auf die leichte Schulter zu nehmen. In Brasilien zu spielen sei allein schon wegen der Fans immer eine Herausforderung. "Es ist grenzwertig, was die Fans in Brasilien machen. Sie werden ihre Mannschaft extrem anfeuern, darauf müssen wir uns einstellen", sagte Schüttler bei "spox.com".

Wie seit vorigem Jahr im Davis Cup gibt es nun auch im Mannschaftswettbewerb der Damen eine Endrunde. Dabei sind vom 14. bis 19. April die acht Qualifikanten, Gastgeber Ungarn, Cupverteidiger Frankreich, Vorjahresfinalist Australien sowie dank einer Wildcard Tschechien, das seit 2011 sechsmal die Trophäe holte.

Rittner kritisiert neuen Modus

Durch den neuen Modus gibt es frühestens im kommenden Jahr wieder ein Fed-Cup-Heimspiel, sehr zum Bedauern von Bundestrainerin Barbara Rittner, die sowohl den frühen Termin als auch die Endrunde an sich kritisch sieht. Die langjährige Teamchefin erinnerte an die Premiere der Davis-Cup-Endrunde im vorigen November in Madrid. Dort habe es viele leere Ränge gegeben, wenn nicht gerade Spanien gespielt habe. "Ähnliches befürchte ich in Ungarn. Wenn es so kommt, dann wird sich der Weltverband etwas überlegen müssen", sagte Rittner.

Thema in: Sport aktuell, Deutschlandfunk, Freitag, 07.02.20, 22.50 Uhr

sid/dpa | Stand: 06.02.2020, 14:09

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