ATP Finals - Zverev wahrt Chance aufs Halbfinale

Alexander Zverev beim ATP-Turnier in London

Tennis

ATP Finals - Zverev wahrt Chance aufs Halbfinale

Alexander Zverev bleibt bei den ATP Finals im Rennen. Gegen Diego Schwartzman gelingt der deutschen Nummer eins der erste Sieg. Nun geht es gegen Novak Djokovic.

Die deutsche Nummer eins gewann am Mittwoch (18.11.2020) gegen den Argentinier Diego Schwartzman mit 6:3, 4:6, 6:3 und rehabilitierte sich damit etwas für die schwache Leistung bei der Auftaktniederlage gegen den Russen Daniil Medwedew.

Der wiederum gewann am Mittwochabend in London überraschend klar gegen den serbischen Weltranglisten-Ersten Novak Djokovic mit 6:3, 6:3 und feierte damit seinen zweiten Sieg, gleichbedeutend mit dem Halbfinaleinzug.

Mäßige Leistung reicht

Zverev zeigte sich zwei Tage nach seiner Niederlage gegen Medwedew etwas verbessert, ohne auch nur annähernd seine Topform zu erreichen. Doch gegen Schwartzman reichte dem 23-Jährigen am Ende eine durchwachsene Leistung zum dritten Sieg im fünften Duell mit dem Argentinier. Auch im Finale des zweiten ATP-Turniers in Köln hatte sich Zverev Ende Oktober durchgesetzt.

In der wegen der Coronavirus-Pandemie nahezu menschenleeren Arena brauchte Zverev eine Weile, um in Schwung zu kommen. Der gebürtige Hamburger kassierte ein frühes Break zum 1:2, schaffte aber sofort das Re-Break und fand danach besser in die Partie. Nach 39 Minuten holte sich Zverev mit dem ersten Satzball den ersten Durchgang.

Bewegungen immer noch unrund

Zverev wirkte insgesamt etwas stabiler als noch gegen Medwedew. Sein Aufschlag kam dieses Mal besser, im ersten Satz unterliefen Zverev nur drei Doppelfehler - gegen den Russen waren es zum gleichen Zeitpunkt bereits doppelt so viele gewesen. Allerdings bewegte sich Zverev, der mit Oberschenkelproblemen nach London gereist war, immer noch nicht ganz rund.

Gegen Schwartzman zog der US-Open-Finalist im zweiten Satz schnell auf 3:1 davon, verlor dann aber völlig den Faden und musste den zweiten Durchgang nach 1:32 Stunden doch noch mit 4:6 abgeben. Allein 16 vermeidbare Fehler leistete er sich im zweiten Satz. Aus Frust pfefferte Zverev den Ball auf die leeren Tribünen und haderte mit seinem Coach David Ferrer.

Doch im dritten Satz steigerte sich Zverev wieder ein wenig und schaffte zum 3:2 das vorentscheidende Break. Zwar wackelte er danach auch noch einige Male, sicherte sich am Ende aber doch den Sieg.

Entscheidendes Spiel gegen Djokovic

Im letzten Gruppenspiel trifft Zverev nun am Freitag auf den Weltranglisten-Ersten Novak Djokovic aus Serbien. Dann wird sich Zverev deutlich steigern müssen, um eine Chance auf den Halbfinaleinzug zu haben.

dpa/sid/red | Stand: 18.11.2020, 22:40

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