Kerber vor dem ersten Härtetest auf Rasen

Angelique Kerber bei den Mallorca Open

Duell mit Scharapowa

Kerber vor dem ersten Härtetest auf Rasen

Beim WTA-Turnier auf Mallorca kann Angelique Kerber sich im Achtelfinale auf einen frühen Härtetest in der Rasensaison freuen: Gegnerin ist am Donnerstag (20.06.2019) Maria Scharapowa.

Die Vorfreude auf das Rasen-Duell der beiden Wimbledon-Königinnen war Kerber anzumerken. "Dafür bin ich hier: um gutes Tennis gegen die besten Spielerinnen zu spielen", sagte die 31-Jährige.

Holpriger Start in Jahr und Turnier

Zusammen kommen Kerber (drei) und ihre ein Jahr ältere Kontrahentin (fünf) auf acht Grand-Slam-Titel. Zurzeit wissen dennoch beide nicht, wo sie wirklich stehen. Denn während Kerber aufgrund körperlicher Probleme in der gesamten Sandplatzsaison nur fünf Matches bestreiten konnte, war Scharapowa sogar seit Ende Januar zum Zuschauen verdammt.

Die Russin, mittlerweile auf Position 86 der Weltrangliste geführt, hatte sich nach ihrem Heim-Turnier in St. Petersburg einer Schulter-Operation unterziehen müssen. Auf Mallorca ist sie nur dank einer Wildcard am Start.

In Runde eins des Turniers auf der spanischen Ferieninsel sind beide dementsprechend noch etwas holprig aus den Startlöchern gekommen. Während Scharapowa mit der Slowakin Slowakin Viktoria Kuzmova nach etwas zähem Beginn mit 7:6 (10:8), 6:0 immerhin doch noch kurzen Prozess machte, kämpfte sich Kerber nach zwischenzeitlichem Durchhänger zu einem 7:5, 4:6, 6:2 gegen die belgische Qualifikantin Ysaline Bonaventure.

Erstrunden-Aus: Kerber bei den French Open ausgeschieden

Sportschau 26.05.2019 00:33 Min. Verfügbar bis 26.05.2020 ARD Von Steffen Gaa (SR)

Kerber: "Noch nicht ganz natürlich"

"Ich habe lange keine Matches gespielt, hatte vorher nur drei Tage auf Rasen trainiert", sagte Kerber anschließend: "Es hat sich noch nicht ganz natürlich angefühlt, aber es war erst das erste Match."

Maria Scharapowa bei den Mallorca Open

Auftaktsieg: Maria Scharapowa

Ganz ähnlich klang Scharapowa: "Es war eine Weile her. Also hat es sich gut angefühlt, die Arme ein bisschen schwingen zu lassen", berichtete sie: "Es gibt noch eine Menge zu verbessern, aber irgendwo muss man ja anfangen."

Die Begegnung in der Runde der letzten 16 wird nun das insgesamt neunte Aufeinandertreffen zwischen der letztjährigen Wimbledonsiegerin (Kerber) und der von 2004 (Scharapowa). Die Bilanz ist mit 4:4 Siegen ausgeglichen. Die jüngsten drei Duelle, darunter 2014 in Wimbledon auch das bislang einzige Match auf Rasen, hat allerdings allesamt Kerber gewonnen.

Standortbestimmung

Insofern blickt die Weltranglistensechste dem ersten Härtetest auf dem Weg zur angestrebten Titelverteidigung in Wimbledon (1. bis 14. Juli) optimistisch entgegen. "Es ist immer gut, ein paar wirklich schwere Matches zu haben, besonders in der Vorbereitung auf einen Grand Slam", sagte sie. Zumindest dürfte sie anschließend etwas genauer wissen, wo sie derzeit wirklich steht.

sid/red | Stand: 19.06.2019, 11:53

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