French Open - Zverevs schwieriger Weg in Paris

Alexander Zverev

French Open

French Open - Zverevs schwieriger Weg in Paris

Von Marco Schyns

Nach schwierigem Start in Paris lief es für Alexander Zverev in der 2. Runde besser. Jetzt geht es gegen Dusan Lajovic - danach stehen bis zum Finale nur noch Hochkaräter auf dem Programm.

Nach nicht einmal zwei Stunden hatte es Alexander Zverev geschafft. Bei seinem glatten Dreisatz-Sieg (6:1, 6:3, 7:6) am Donnerstag (30.05.2019) gegen den Schweden Mikael Ymer präsentierte sich der deutsche Top-Spieler in jener Form, die er schon zu Beginn der French Open gerne gezeigt hätte.

Zwei Tage zuvor aber hatte der 22-Jährige massive Probleme mit Gegner John Millman aus Australien. "Ich bin einfach nur froh, weiter zu sein", sagte Zverev nach dem Fünfsatz-Erfolg am Dienstag: "John hat unglaublich gespielt und mir das Leben sehr schwer gemacht." Für das 7:6, 6:3, 2:6, 6:7 und 6:3 benötigte der Hamburger gut vier Stunden - inklusive zwischenzeitlichem Zertrümmern des Schlägers.

Schwierige Sandplatz-Saison

Zverevs Start in das zweite Grand-Slam-Turnier des Jahres passte zu den vergangenen Wochen. Bei den Masters-Turnieren in Monte Carlo (Mitte April) und Barcelona (Ende April), war früh Schluss. Auch beim Heim-Turnier in München (Anfang Mai) scheiterte Zverev schon im Viertelfinale am Chilenen Christian Garin.

Weil auch in Madrid (Anfang Mai) schon im Achtelfinale gegen Stefanos Tsitsipas und anschließend in Rom (Mitte Mai) sogar in der 2. Runde Schluss war, spielte Zverev ein deutlich kleineres und schlechter besetztes Turnier in Genf. Einen Tag vor dem Start der French Open besiegte er dort im Finale den Chilenen Nicolas Jarry knapp in drei Sätzen.

Schlechte Auslosung für Zverev

Der souveräne Erfolg gegen Ymer muss kein Beweis dafür sein, dass sein Formtief schon überwunden ist. Die Nummer 148 der Welt ist kein Gradmesser, zumal Zverev am Ende des dritten Satzes kurz davor war, den nächsten Satz abzugeben. Im Spiel gegen Dusan Lajovic am Samstag braucht es eine Leistungssteigerung. Spätestens aber ab dem Achtelfinale.

Denn die Auslosung meint es nicht gut mit Zverev. Sollte er Lajovic besiegen, stünden auf dem Weg zum ersten Grand-Slam-Titel seiner Karriere nur noch Turniersieger auf Sand in dieser Saison auf dem Programm. Ein möglicher Fahrplan wäre: Fabio Fognini (Italien), Novak Djokovic (Serbien), Dominic Thiem (Österreich) und der elfmalige French-Open-Gewinner Rafael Nadal (Spanien).

Duell mit Struff möglich

Möglich wäre im Viertelfinale auch ein deutsches Duell mit Jan-Lennard Struff. Der 29-Jährige überzeugt bisher in Paris und hat nach dem kanadischen Top-Talent Denis Shapovalov auch Radu Albot besiegt. Er steht jetzt vor dem Duell mit dem Kroaten Borna Coric. Gelingt der nächste Sieg als Außenseiter, könnte ein Duell gegen den Weltranglistenersten Djokovic anstehen.

Thema in: Sport aktuell, Deutschlandfunk, Freitag. 31.05.19, 22.50 Uhr

Stand: 31.05.2019, 09:30

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