French Open - Alexander Zverev steht im Viertelfinale

Alex Zverev beim Aufschlag

French Open, Achtelfinale

French Open - Alexander Zverev steht im Viertelfinale

Nach der Niederlage von Jan-Lennard Struff bei den French Open in Paris gegen Novak Djokovic steht nun der Viertelfinalgegner des Serben fest: Es ist Alexander Zverev, der eine sehr komplizierte Aufgabe löste.

Zverev bezwang am Montag (03.06.2019) nach einem mühsamen Auftakt den an Position neun gesetzten Fabio Fognini mit 3:6, 6:2, 6:2 und 7:6 (7:5).

Wichtige Breakbälle abgewehrt

Eng wurde es am Ende noch einmal bei 4:4 im vierten Durchgang, als der Hamburger einen Breakball gegen sich hatte. Doch mit einem mutigen Longline-Hammer wehrte er die Chance seines Gegners ab.

Auch bei 5:5 hatte er gegen den permanent fluchenden und Schläger werfenden Italiener einen Breakball gegen sich, behielt aber erneut die Nerven und verwandelte schließlich im Tiebreak seinen dritten Matchball.

Djokovic auf Rekordkurs

Sein Gegner im Viertelfinale ist allerdings ein noch härteres Kaliber: Zeverv trifft auf den Weltranglisten-Ersten Novak Djokovic, der als erster Spieler überhaupt zum zehnten Mal in Serie die Top-Acht in Roland Garros erreichte.

Zverev: "Gegen Djokovic muss ich mein bestes Tennis spielen"

Sportschau 03.06.2019 01:09 Min. Verfügbar bis 03.06.2020 ARD

"Es wird nicht einfacher. Novak als nächstes - das wird ein sehr schweres Match", sagte Zverev im Hinblick auf die anstehende Mammutaufgabe, doch erstmal regierte die Freude über den Sieg gegen Fognini: "Fabio spielt gerade das beste Tennis seines Lebens, gerade auf Sand. Ich bin glücklich, gewonnen zu haben und hier wieder im Viertelfinale zu sein, das ist sehr speziell für mich."

Struff ohne Chance

Jan-Lennard Struff und Novak Djokovic (vorne)

Glückwunsch an einen überlegenen Gegner: Jan-Lennard Struff gibt Novak Djokovic (vorne) die Hand.

Gegen den "Djoker" hatte zuvor Jan-Lennard Struff im Achtelfinale klar verloren. Der deutsche Tennisprofi unterlag deutlich mit 3:6, 2:6, 2:6. Somit verpasste der 29 Jahre alte Warsteiner sein erstes Viertelfinale bei einem Grand-Slam-Turnier.

"Ich bin nicht happy mit dem Spiel, so, wie es gelaufen ist. Ich war chancenlos, er war einfach eine Klasse besser, das muss man anerkennen", sagte Struff.

"Das war ein Klassenunterschied"

Der Deutsche weiter: "Ich hatte erst das Gefühl, hey, es ist alles in Ordnung, aber auf einmal breakt er mich. Man möchte dann alles rausholen, aber man kommt da wirklich nicht mehr hin. Ab Mitte des zweiten Satzes war ich chancenlos. Da kommt das Gefühl: Das war ein Klassenunterschied."

Bei leichtem Nieselregen über dem Hauptplatz Philippe Chatrier hielt Struff nach zuvor drei bemerkenswerten Siegen zunächst gut mit, dann aber spielte Djokovic seine ganze Klasse und Routine aus. Struff konnte ab Mitte des ersten Satzes oft nur reagieren, statt selbst initiativ zu werden.

"Aggressiv und konzentriert"

Nach 1:33 Stunden verwandelte der 32 Jahre alte Serbe seinen ersten Matchball. "Ich bin sehr zufrieden mit meinem Spiel heute. Ich habe aggressiv und konzentriert gespielt und hoffe, dass es so weitergeht", sagte Djokovic.

Trotz des Achtelfinal-Scheiterns wird sich Struff in der neuen Weltrangliste am kommenden Montag erstmals unter die besten 40 verbessern und kann sich mit einem Preisgeld von 243.000 Euro trösten.

Thema in: Sport aktuell, Deutschlandfunk, Montag. 03.06.19, 22.50 Uhr

sid/dpa | Stand: 03.06.2019, 22:00

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