French Open - Deutsches Trio erreicht dritte Runde

Andrea Petkovic in ihrem Match gegen Hsieh

French Open

French Open - Deutsches Trio erreicht dritte Runde

Erfolgreicher Tag für die deutschen Tennis-Profis bei den French Open: Alexander Zverev und Jan-Lennard Struff stehen in Runde drei. Für eine Überraschung sorgte zudem Andrea Petkovic.

Dabei besiegte die Darmstädterin Petkovic die an Nummer 25 gesetzte Hsieh Su-Wei aus Taiwan in einem packenden Match mit 4:6, 6:3, 8:6. Petkovic ist damit die einzige von sieben gestarteten deutschen Tennisspielerinnen, die in Roland Garros noch im Turnier ist.

Petkovic: Matchball mit einem Stopp

Nach dem knapp verlorenen ersten Satz zog Petkovic im zweiten schnell auf 4:0 davon. Die 33 Jahre alte Hsieh konnte ihr hohes Niveau in dieser Phase nicht halten. Im dritten Durchgang kämpfte sich Petkovic, derzeit die Nummer 69 der Weltrangliste, nach einem 1:3 zurück. Nach 2:24 Stunden nutzte sie ihren zweiten Matchball - mit einem Stopp.

Petkovic: "Ich habe mich so gefreut, Teil dieses Matches zu sein"

Sportschau 30.05.2019 00:40 Min. Verfügbar bis 30.05.2020 ARD

Struff sehr glücklich

Erstmals in seiner Karriere hat Jan-Lennard Struff die dritte Runde der French Open erreicht. Der Warsteiner setzte sich gegen Radu Albot aus Moldau mit 7:6 (7:2), 7:6 (7:3), 6:7 (4:7), 6:2 durch. Nach dem Erfolg in 3:14 Stunden spielt der Weltranglisten-45. jetzt gegen den an Nummer 13 gesetzten Kroaten Borna Coric. "Ich bin total glücklich", sagte Struff und bedankte sich für "die super Unterstützung auf dem Court."

Zverev ging es leicht von der Hand

Der Deutsche Alexander Zverev beim Spiel gegen den Schweden Mikael Ymer bei den French Open.

Zverev beim Spiel gegen Ymer.

Nach seinem mehr als vierstündigen Fünfsatz-Krimi in der ersten Runde gegen den Australier John Millman ging Zverev sein Match gegen den schwedischen Qualifikanten Mikael Ymer wesentlich leichter von der Hand: Für sein über weite Strecken auch überzeugendes 6:1, 6:3, 7:6 (7:3) auf dem neuen Court "Simonne Mathieu" benötigte der Weltranglisten-5. nur 1:59 Stunden.

Leise Kritik von Boris Becker

Der Hamburger diktierte das Spiel mit starken Aufschlägen und platzierten Grundschlägen gegen den 148. der Weltrangliste, der erst sein zweites Match überhaupt bei einem Grand-Slam-Turnier spielte. In dieser Form sollte für Zverev auch in der dritten Runde ein Sieg möglich sein. Dort trifft er auf den an Nummer 30 gesetzten Serben Dusan Lajovic, der den Franzosen Elliot Benchetrit ebenfalls in drei Sätzen bezwang.

Vor dem Match hatte Ex-Champion Boris Becker noch einmal leise Kritik am Spielstil von Zverev geübt und mokiert, dieser stehe zu weit hinter der Grundlinie. Auf diesen Stil hätten sich die Gegner aber mittlerweile eingestellt und eine Lösung gefunden. "Und das macht ihm zu schaffen, dass er sein Spiel nicht weiterentwickelt hat. Man muss sich ständig weiterentwickeln", betonte Becker. 

Drei Siege für Deutschland bei den French Open

Sportschau 30.05.2019 00:53 Min. Verfügbar bis 30.05.2020 ARD Von ARD-Reporter Guido Ringel

Thiem mit Mühe gegen Bublik

Dominic Thiem

Dominic Thiem

Dominic Thiem steht ebenfalls in der dritten Runde. Der Österreicher besiegte den Kasachen Alexander Bublik mit 6:3, 6:7, 6:3 und 7:5 und hatte dabei etwas mehr Mühe als erwartet. Im vierten Satz musste Thiem sogar einen Satzball abwehren, kam aber eindrucksvoll zurück und sicherte sich den Sieg. Der Vorjahresfinalist gilt als Mitfavorit auf den Titel in Paris.

Osaka kämpft sich zurück

Bei den Frauen ist die Tennis-Weltranglisten-Erste Naomi Osaka ebenfalls mit Mühe in die dritte Runde eingezogen. Die US-Open- und Australian-Open-Siegerin setzte sich gegen die frühere Nummer eins, Victoria Asarenka aus Weißrussland, in 2:50 Stunden mit 4:6, 7:5, 6:3 durch.

Bitteres Aus für Siegemund

Laura Siegemund hat den Einzug in die dritte Runde verpasst. Die 31-Jährige unterlag der an Nummer 15 gesetzten Schweizerin Belinda Bencic nach einem zähem Kampf über zwei Tage mit 6:4, 4:6, 6:4. Das Match hatte am Mittwochabend beim Stand von 4:4 im dritten Satz wegen Dunkelheit abgebrochen werden müssen.

Siegemund hatte alle Chancen, zum ersten Mal in die dritte Runde in Roland Garros einzuziehen. Im zweiten Satz lag sie nach einem Break schon 4:2 in Führung, sie hatte das Match bis dahin mit zahlreichen Gewinnschlägen auch bestimmt. Dann aber kämpfte sich Bencic gegen die Nummer 95 der Weltrangliste zurück und nutzte am Donnerstag nach 2:21 Stunden Spielzeit ihren ersten Matchball. 

Thema in: Sport aktuell, Deutschlandfunk, Donnerstag, 30.05.19, 22.50 Uhr

sid/dpa | Stand: 30.05.2019, 18:25

Darstellung: