French Open - Federer problemlos ins Viertelfinale

Roger Federer

French Open, Achtelfinale

French Open - Federer problemlos ins Viertelfinale

Roger Federer ist ohne Satzverlust in das Viertelfinale der French Open eingezogen. Auch Rafael Nadal gab in seinem Achtelfinale keinen Satz ab.

Der 37 Jahre alte Schweizer besiegte den Argentinier Leonardo Mayer am Sonntag (02.06.2019) überzeugend mit 6:2, 6:3, 6:3. Bei hochsommerlichen Temperaturen bis 31 Grad in Paris sparte er zudem Kräfte: Das Match dauerte nur 1:42 Stunden. "Ich bin super zufrieden, es macht mir großen Spaß, hier zu spielen", sagte er anschließend.

Mit einer präzisen Vorhand beendete Federer beim ersten Matchball das einseitige Duell, in dem er keinen Breakball abwehren musste. Auch nicht vom lästigen Wind ließ er sich aus der Fassung bringen. "Im Match ist es relativ heftig gewesen", berichtete Federer, "es war wichtig, sich auf den eigenen Aufschlag zu konzentrieren, ich habe sehr gut aufgeschlagen."

French Open - Favoriten ohne Schwäche

Sportschau 02.06.2019 00:53 Min. Verfügbar bis 02.06.2020 ARD

Auch Nadal problemlos weiter

Federers langjähriger Rivale Rafael Nadal zog nur wenige Stunden später nach - und zwar mit exakt dem gleichen Ergebnis. Gegen Mayers Landsmann Juan Ignacio Londero lautete das Resultat nach 2:13 Stunden und Nadals 90. Sieg bei den French Open 6:2, 6:3, 6:3. "Für mich ist es unglaublich, hier wieder im Viertelfinale zu stehen. Das Turnier ist sehr wichtig und etwas Besonderes für mich", sagte der 32 Jahre alte Spanier, den die Zuschauer mit "Olé, olé, olé, Rafa, Rafa"-Sprechchören gefeiert hatten. Elf Mal hat Nadal bereits in Roland Garros gewonnen - so oft wie kein anderer Spieler. Mit einem weiteren Titel wäre Nadal der erste Tennisprofi überhaupt, der zwölf Mal bei ein und demselben Grand-Slam-Turnier triumphiert.

Auf seinen Viertelfinalgegner muss Nadal noch warten. Die Partie zwischen dem an sieben gesetzten Kei Nishikori und Lokalmatador Benoit Paire wurde am Sonntagabend bei einer 2:1-Satzführung (6:2, 6:7, 6:2) für den favorisierten Japaner wegen Dunkelheit unterbrochen und wird am Montag fortgesetzt.

Wawrinka nächster Gegner von Federer

In seinem 54. Grand-Slam-Viertelfinale trifft Federer auf Landsmann Stan Wawrinka. Im bislang spektakulärsten und längsten Match der diesjährigen French Open schlug der Ex-Champion Stefanos Tsitsipas aus Griechenland in 5:09 Stunden mit 7:6 (8:6), 5:7, 6:4, 3:6, 8:6. Wawrinka hatte im vergangenen Jahr im Finale gestanden und das Turnier 2015 gewonnen. Auf dem Weg zu seinem Titel vor vier Jahren hatte Wawrinka den 20-maligen Grand-Slam-Champion im Viertelfinale glatt in drei Sätzen bezwungen. Im direkten Vergleich führt Federer allerdings mit 22:3 Siegen.

Federer, Sieger von 2009, ist zum ersten Mal seit 2015 wieder in Roland Garros am Start. Mit seinem Sieg gegen den in der Weltrangliste auf Position 68 geführten Mayer wurde er zudem zum drittältesten Viertelfinalisten der French Open nach Pancho Gonzalez (Spanien/1968) und Istvan Gulyas (Ungarn/1971).

Am Montag kämpfen Alexander Zverev und Jan-Lennard Struff um den Einzug in die Runde der letzten Acht. Zverev tritt gegen den Italiener Fabio Fognini an, Struff muss gegen den Weltranglistenersten Nocak Djokovic ran.

Stephens ebenfalls im Viertelfinale

Vorjahresfinalistin Sloane Stephens hat im Damenturnier ebenfalls das Viertelfinale erreicht. Die Amerikanerin besiegte Garbine Muguruza aus Spanien mit 6:4, 6:3. Sie trifft auf Johanna Konta, die erstmals seit Wimbledon 2017 und in Paris als erste Britin seit 1983 in der Runde der letzten Acht steht. Konta gewann mit 6:2, 6:4 gegen Donna Vekic aus Kroatien.

Petra Martic aus Kroatien und Marketa Vondrousova hatten in Roland Garros als erste Spielerinnen das Viertelfinale erreicht. Martic besiegte Kaia Kanepi aus Estland, an der Angelique Kerber in der ersten Runde gescheitert war, 5:7, 6:2, 6:4. Ihre kommende Gegnerin Vondrousova hatte überraschend deutlich 6:2, 6:0 gegen die an Nummer zwölf gesetzte Lettin Anastasija Sevastova gewonnen.

Thema in: Sport aktuell, Deutschlandfunk, Sonntag. 02.06.19, 22.50 Uhr

sid/dpa | Stand: 02.06.2019, 21:59

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