Vor Paris: Zverev und Kerber zwischen Hoffen und Bangen

Alexander Zverev beim Turnier in Rom

French Open

Vor Paris: Zverev und Kerber zwischen Hoffen und Bangen

Verletzt und mit Formkrise: Die deutschen Tennis-Stars Alexander Zverev und Angelique Kerber reisen nicht beosnders zuversichtlich zu den French Open nach Paris. Zverevs Auftritt bei der Generalprobe in Genf macht aber etwas Hoffnung.

Zverev und die French Open

Deutschlands Nummer eins Alexander Zverev hat am Freitag (24.05.2019) bei seiner Generalprobe für die am Sonntag beginnenden French Open nach einem weiteren Arbeitssieg das Finale erreicht. Der Weltranglistenfünfte aus Hamburg setzte sich beim unterklassigen Vorbereitungsturnier in Genf gegen den Argentinier Federico Delbonis mit viel Mühe 7:5, 6:7 (6:8), 6:3 durch und greift am Samstag (25.05.2019) gegen Nicolas Jarry (Chile) nach seinem ersten Titel in dieser Saison.

Beim Masters-Turnier in Rom war der Jungstar mit dem Erstrunden-Aus gegen Matteo Berrettini in die erste größere Krise seiner Karriere geschlittert. Er habe keine Lust mehr, Tennis zu spielen und wolle den Schläger erst einmal nicht mehr anpacken, sagte Zverev vor anderthalb Wochen. Womöglich gibt ihm nun das Finale in Genf neuen Schwung und Mut.

Kerber und die French Open

Drei Wochen pausierte Angelique Kerber wegen einer Knöchelverletzung, die Vorbereitung auf Sand verlief insgesamt bislang bescheiden. In Paris zählt sie sich daher keineswegs zu den Favoritinnen: "Ich starte mit einem Mix aus Zuversicht und Gelassenheit in die French Open, ohne große Erwartungshaltung." Drei Partien hat sie in dieser Saison erst auf Sand absolviert.

Beim Turnier in Madrid hatte sie sich vor ihrem Zweitrunden-Match eine Knöchelverletzung zugezogen und konnte nicht weiterspielen. "Das ist die schlechteste Vorbereitung auf eine Sandplatzsaison, die ich jemals hatte", sagte Kerber und sagte für die Veranstaltung in Rom anschließend ab. In Stuttgart war sie nach einem grippalen Infekt in ihrem zweiten Match gescheitert.

Chancen der Deutschen

Jan-Lennard Struff reist als aktuell zweitbester Deutscher nach Paris. Nach seinem Einzug ins Achtelfinale von Rom kletterte der Warsteiner um sieben Plätze auf Rang 44 in der Welt. Struff präsentierte sich zuletzt in guter Form, hat es allerdings in der ersten Runde gleich mit dem an Nummer 20 gesetzten Kanadier Denis Shapovalov zu tun. Für Philipp Kohlscheiber wäre schon das Erreichen der zweiten Runde ein Erfolg. In den vergangenen drei Jahren verlor er in Paris jeweils sein Auftaktmatch.

Kurios: Cedric-Marcel Stebe musste aufgrund von zwei Operationen am rechten Handgelenk binnen sechs Monaten lange Zeit pausieren und wird aktuell gar nicht in der Weltrangliste geführt. Gegen den Russen Karen Chatschanow ist er krasser Außenseiter.

Julia Görges jubelt

Julia Görges hofft nach auskurierter Verletzung auf ein gutes Turnier in Paris.

Deutschlands Nummer zwei bei den Damen, Julia Görges, musste aufgrund einer Oberschenkelverletzung in Rom aufgeben und sagte daraufhin das aktuell laufende WTA-Turnier in Nürnberg ab. Im Vorjahr erreichte Görges immerhin die dritte Runde in Paris. Diesmal ist sie in Runde eins Favoritin gegen die Estin Kaia Kanepi, Nummer 82 der Weltrangliste.

Turnier-Favoritinnen bei den Damen

Im Damenfeld ist es nicht einfach, eine Favoritin auf den Titel 2019 auszumachen. Vorjahressiegerin Simona Halep gewann in diesem Jahr noch kein Turnier, stand allerdings in zwei Finalen. Karolina Pliskova, Kiki Bertens und Petra Kvitova konnten sich in der laufenden Saison zweimal in die Siegerlisten eintragen und rechnen sich auch in Paris etwas aus.

Turnier-Favoriten bei den Herren

Titelverteidiger Rafael Nadal gewann das Masters-Turnier in Rom und befindet sich auf Top-Level. Er geht bei den French Open als großer Favorit an den Start. In diesem Jahr lockt der zwölfte(!) Titel für den Spanier in Paris.

"Der Sieger der French Open? Rafael Nadal, wer denn sonst", sagte der im Rom-Finale geschlagene Novak Djokovic, der wohl als erster dem Abo-Sieger Nadal gefährlich werden könnte. Hoch gehandelt wird auch Dominic Thiem. Der Niederösterreicher lieferte im Vorjahr Nadal einen packenden Kampf im Finale, war letzten Endes aber chancenlos.

mick/sid/dpa | Stand: 24.05.2019, 21:27

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