Davis Cup - Viertelfinal-Aus für deutsches Team

Philipp Kohlschreiber beim Davis Cup in Madrid

Davis Cup, Viertelfinale

Davis Cup - Viertelfinal-Aus für deutsches Team

Nach einer starken Vorrunde war für das deutsche Team beim Davis-Cup-Finalturnier in Madrid im Viertelfinale Schluss.

Schon nach den Einzeln stand am Freitag (22.11.2019) die 0:2-Niederlage gegen Großbritannien fest. Zunächst unterlag Philipp Kohlschreiber gegen Kyle Edmund mit 3:6, 5:7. Danach musste sich Jan-Lennard Struff gegen Daniel Evans mit 6:7 (6:8), 6:3, 6:7 (2:7) geschlagen geben. Das abschließende Doppel wurde abgesagt. Die Briten kämpfen am Samstag gegen Spanien um den Finaleinzug. Der Gastgeber mit Superstar Rafael Nadal gewann imt 2:1 gegen Argentinien.

"Aktuell sind wir schon enttäuscht, klar. Heute sind vielleicht ein paar Sachen nicht so für uns gelaufen", sagte Teamchef Michael Kohlmann: "Man muss anerkennen, dass es Großbritannien heute in beiden Matches geschafft hat, in den wichtigen Momenten besser zu sein." Trotzdem sei er "sehr stolz auf die Jungs".

Edmund rechtfertigt Nominierung

Großbritanniens Kapitän Leon Smith hatte im ersten Einzel statt des zweimaligen Olympiasiegers Andy Murray (32) überraschend auf Edmund vertraut - und diese Entscheidung zahlte sich aus. Gegen den Weltranglisten-69. tat sich der zehn Plätze schlechter platzierte Kohlschreiber von Beginn an schwer und verlor Satz eins nach 32 Minuten.

Zu Beginn des zweiten Durchgangs wackelte Edmunds Service erstmals, Kohlschreiber retournierte mutiger und ging 3:1 in Führung. Edmund konterte jedoch umgehend und glich aus, eine weitere Schwäche Kohlschreibers bei 5:5 nutzte er zum vorentscheidenden Break. Nach 1:22 Stunden verwandelte der Brite seinen ersten Matchball.

Kämpferischer Struff wird nicht belohnt

Zwar blieben auch am Freitagabend im zweitgrößten Stadion der Anlage viele Plätze leer - eine große Gruppe britischer Fans bereitete dem deutschen Team dennoch Auswärts-Atmosphäre. Davon unbeeindruckt lieferte sich Struff mit dem bissigen Evans zunächst ein Duell auf Augenhöhe. Nach Evans' Break zum 4:5 kam der 29-Jährige direkt zurück, im Tiebreak bewies der Brite aber die besseren Nerven.

Struff stemmte sich vehement gegen das drohende Aus. Direkt seinen ersten Breakball des zweiten Satzes nutzte er zum 4:3, gewann auch die folgenden beiden Spiele und damit den Satz. Im entscheidenden Durchgang entwickelte sich ein Nervenspiel - auch Boris Becker hielt es in der deutschen Box nicht mehr auf seinem Sitz. Wieder musste der Tiebreak entscheiden - nach 2:21 Stunden erneut mit dem besseren Ende für Evans.

Aus auch für Serbien

Serbiens Doppel Djokovic (r.) und Troicki beim Davis Cup

Ausgeschieden ist auch Serbien. Mit dem Weltranglistenersten Novak Djokovic unterlagen die Serben Russland mit 1:2. Im entscheidenden Doppel mussten sich Djokovic und Viktor Troicki trotz dreier Matchbälle dem russischen Duo Andrej Rublew/Karen Chatschanow mit 4:6, 6:4, 6:7 (8:10) geschlagen geben.

Russlands Gegner um den Einzug ins Finale ist am Samstag Kanada, das am Vortag den 28-maligen Titelträger Australien 2:1 besiegt hatte.

Rublew hatte Russland durch ein furioses 6:1, 6:2 gegen Filip Krajinovic in Führung gebracht. Djokovic glich im zweiten Einzel durch das ebenso souveräne 6:3, 6:3 gegen Chatschanow aus und erzwang die Entscheidung im Doppel.

Davis-Cup-Reformen - das Ende der Legende

Sportschau 01.02.2019 02:12 Min. Verfügbar bis 01.02.2020 ARD

red/sid/dpa | Stand: 22.11.2019, 23:58

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