Davis Cup - Starker deutscher Start gegen Argentinien

Jan-Lennard Struff

Davis Cup, Tag drei

Davis Cup - Starker deutscher Start gegen Argentinien

Die deutschen Tennis-Herren haben ihr Auftaktspiel bei der Davis-Cup-Endrunde in Madrid gegen Argentinien gewonnen. Der Erfolg gegen die leicht favorisierten Südamerikaner stand am Mittwoch (20.11.2019) bereits nach den beiden Einzeln fest. Am Ende holte auch das Doppel den Sieg und sorgte für das 3:0.

Nach einem 1:6, 6:3, 6:4 von Philip Kohlschreiber gegen Guido Pella überraschte Jan-Lennard Struff mit einem 6:3, 7:6 (10:8) gegen den favorisierten Diego Schwartzman. Den Schlusspunkt setzte das deutsche Erfolgsdoppel Kevin Krawietz und Andreas Mies bei seinem Davis-Cup-Debüt mit einem 6:7 (4:7), 7:6 (7:2) und 7:6 (20:18) in einem Krimi über 3:18 Stunden gegen Maximo Gonzalez und Leonardo Mayer.

Ein Sieg im zweiten Gruppenspiel gegen Chile am Donnerstag würde den Platz eins in Gruppe C und die Qualifikation für das Viertelfinale bedeuten.

Struff gegen Schwartzmann und das Publikum

Struff ließ sich von den lautstarken argentinischen Fans auf dem nur zur Hälfte gefüllten Court 2 nicht beeindrucken. Er nahm Schwartzman gleich dessen erstes Aufschlagspiel zum 2:0 ab und gab den Vorteil nicht mehr her, nach 41 Minuten holte er sich Satz eins.

Auch im zweiten Durchgang fand der Argentinier zunächst kein Mittel gegen den guten Aufschlag und die Angriffslust Struffs. Ein weiteres Break zum 5:4 schien bereits die Vorentscheidung zu sein, doch Schwartzman konterte, wehrte einen Matchball ab und hielt sich im Match. Nach 1:49 Stunden nutzte Struff im Tiebreak dann seine vierte Gelegenheit zum Sieg.

"Ich bin sehr glücklich über mein Spiel. Ich bin froh, dass ich immer drangeblieben bin. Der Sieg von Philipp hat mir auch Rückenwind gegeben", sagte Struff.

Davis Cup: Deutschland legt gegen Argentinien vor

Sportschau 20.11.2019 00:45 Min. Verfügbar bis 20.11.2020 ARD

Kohlschreiber hat es schwerer

Mehr Probleme hatte der zunächst verkrampft wirkende Kohlschreiber, der zu Beginn seines Matches in den Grundlinienduellen in Pella zu oft seinen Meister fand. Schon nach 37 Minuten war der erste Satz verloren.

Dann kam Kohlschreiber aber besser in das Match, schaffte sein erstes Break zum 4:2 und wenig später den Satzausgleich. Mit einem weiteren Break gelang dem Augsburger der perfekte Start in den Entscheidungssatz, nach 1:55 Stunden beendete er die Partie mit seinem fünften Matchball. "Ich bin solider geworden, noch offensiver, habe gut aufgeschlagen und war dann einfach der aktivere Spieler", sagte der Augsburger.

Spannung pur dann im Doppel. Ohne Aufschlagverlust ging es drei Mal in den Tiebreak. Krawietz/Mies wehrten in einer hochklassigen Partie sechs Matchbälle ab, ehe sie ihren eigenen achten zum Matchgewinn nutzten. "Ich bin so müde und fertig, aber wir sind so glücklich, dass wir den dritten Punkt für Deutschland holen konnten", sagte Mies nach der Partie.

Serbien ohne Probleme gegen Japan

Rafael Nadal hat Gastgeber Spanien souverän ins Viertelfinale geführt. Die Spanier bezwangen nach dem Auftaktsieg in Gruppe B gegen Russland am Mittwochabend in Madrid auch Titelverteidiger Kroatien. Der Weltranglistenerste Nadal besiegte Borna Gojo 6:4, 6:3, zuvor hatte bereits Roberto Bautista Agut sein Einzel in zwei Sätzen gewonnen. Die Kroaten waren damit schon vor dem Abschlussdoppel ausgeschieden.

Auch Novak Djokovic feierte mit Serbien einen gelungenen Start ins Turnier. In Gruppe A setzten sich die Serben gegen Japan mit 3:0 durch. Djokovic gewann sein Einzel gegen Yoshihito Nishioka deutlich 6:1, 6:2. Während Serbien am Donnerstag gegen Frankreich um den Gruppensieg spielt, sind die Japaner ausgeschieden. Die Asiaten hatten am Dienstag schon gegen Frankreich verloren.

Murray gewinnt bei Comeback

Andy Murray war bei seinem Comeback für das britische Davis-Cup-Team erfolgreich. Der 32 Jahre alte Schotte, der beim Finalturnier in Madrid erstmals seit 2016 wieder für Großbritannien aufschlägt, bezwang in Gruppe E den Niederländer Tallon Griekspoor 6:7 (7:9), 6:4, 7:6 (7:5). Da Teamkollege Daniel Evans sein Einzel verlor, sicherte am Ende das britische Doppel den 2:1-Auftaktsieg und besiegelte das Aus für die Niederlande.

Davis-Cup-Reformen - das Ende der Legende

Sportschau 01.02.2019 02:12 Min. Verfügbar bis 01.02.2020 ARD

In dem erstmals praktizierten und viel kritisierten Format qualifizieren sich die Sieger der sechs Dreier-Gruppen sowie die beiden besten Zweiten für das Viertelfinale, das Finale findet am Sonntag statt.

sid/dpa | Stand: 20.11.2019, 21:39

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