Australian Open - Kerber und Federer im Halbfinale

Angelique Kerber bejubelt ihren Erfolg gegen Madison Keys

Tennis, Australian Open

Australian Open - Kerber und Federer im Halbfinale

Mit einem 6:1, 6:2 in nur 51 Minuten hat Angelique Kerber das Halbfinale der Australian Open erreicht. Die ehemalige Weltranglisten-Erste und zweimalige Grand-Slam-Siegerin ließ am Mittwoch (24.01.2018) in Melbourne der Amerikanerin Madison Keys keine Chance.

"Ich bin froh, dass es nicht so lange gedauert hat. So habe ich ein bisschen mehr Zeit, mich auf das Halbfinale vorzubereiten", sagte Kerber. Dort trifft die 30-Jährige schon am Donnerstag (25.01.2018) auf die Weltranglisten-Erste Simona Halep aus Rumänien, die der Tschechin Karolina Pliskova beim 6:3 und 6:2 ebenfalls keine Chance ließ.

"Das wird keinen Unterschied machen, dass ich jetzt keinen Tag frei habe, das bringt den Rhythmus nicht durcheinander", sagte Kerber im Hinblick auf ihre Halbfinal-Gegnerin. Im direkten Vergleich mit Halep steht es 4:4.

Chung gegen Federer im Halbfinale

Bei den Herren erreichte Chung Hyeon als erster südkoreanischer Tennisprofi das Halbfinale eines Grand Slams. Der 21-Jährige setzte sich gegen den Amerikaner Tennys Sandgren klar mit 6:4, 7:6 (7:5), 6:3. In der Vorschlussrunde trifft Chung auf Titelverteidiger Roger Federer. Der Schweizer besiegte den Tschechen Tomas Berdych nach 2:14 Stunden mit 7:6 (7:1), 6:3 und 6:4 und bleibt auch weiterhin ohne Satzverlust im Turnier.

In der dritten Runde hatte Chung den Hamburger Alexander Zverev bezwungen und im Achtelfinale den sechsmaligen Australian-Open-Champion Novak Djokovic aus dem Turnier geworfen. Federer stand zum 13. Mal im Viertelfinale der Australian Open und schaffte zum 13. Mal den Sprung in die Vorschlussrunde. 2017 hatte er seinen fünften Titel beim ersten Grand Slam der Saison gewonnen.

Kerber im Interview - "Selbst das Spiel in die Hand nehmen"

Sportschau | 24.01.2018 | 02:44 Min.

Kerber zurück in der Weltspitze

Mit Zverev war Kerber zum Saisonstart beim Hopman Cup in Perth bis in das Finale eingezogen und hatte dort all ihre Einzel gewonnen. Durch ihren 14. Sieg in Serie in diesem Jahr steht bereits jetzt fest, dass sie von Platz 16 der Weltrangliste in die Top Ten zurückkehren wird. "Das habe ich eben gerade gehört, das freut mich natürlich, aber damit beschäftige ich mich im Moment ehrlich gesagt nicht", sagte Kerber, die nach ihrem sportlichen Krisenjahr 2017 auch Julia Görges wieder als deutsche Nummer eins ablösen wird.

Bei den Australian Open jedenfalls tritt Kerber bislang so auf wie vor zwei Jahren, als mit ihrem ersten großen Titel der Aufstieg in die Weltspitze begann und nach dem US-Open-Sieg 2016 mit der Spitzenposition in der Weltrangliste gekrönt wurde. Das vergangene Jahr mit nur einem Finaleinzug und dem zwischenzeitlichen Sturz aus den Top 20 der Branchenwertung jedenfalls hat Kerber verdrängt.

In Melbourne beeindruckte sie in jedem ihrer Matches: In der ersten Runde war es eine undankbare Aufgabe gegen eine andere Deutsche (Anna-Lena Friedsam), danach ging es gegen die Kroatin Donna Vekic und ihren Ex-Trainer Torben Beltz. In der dritten Runde hieß die Gegnerin Maria Scharapowa, im Achtelfinale kassierte Kerber gegen die Taiwanesin Su-Wei Hsieh ihren ersten Satzverlust, drehte das Match nach 4:6, 4:5 aber noch und gewann am Ende 4:6, 7:5, 6:2.

"Nach so einem schweren Match ist es umso schöner, dass ich das jetzt in zwei Sätzen gewonnen habe", sagte Kerber nach ihrer Klasseleistung gegen die letztjährige US-Open-Finalistin Keys.

Struff/Mclachlan im Doppel-Halbfinale gegen Marach/Pavic

Der Warsteiner Tennisprofi Jan-Lennard Struff (27) trifft mit seinem japanischen Doppelpartner Ben Mclachlan im Halbfinale von Melbourne am Freitag (26.01.2018) auf Oliver Marach und Mate Pavic. Das Duo aus Österreich und Kroatien setzte sich im Viertelfinale gegen Marcus Daniell (Neuseeland) und Dominic Inglott (Großbritannien) in drei Sätzen durch.

Struff und Mclachlan, die bei den Australian Open erstmals zusammenspielen, hatten bereits am Dienstag nach einem Sieg über die topgesetzten Lukas Kubot und Marcelo Melo (Polen/Brasilien) überraschend die Runde der besten vier Paarungen erreicht. Für Struff ist es das erste Grand-Slam-Halbfinale seiner Karriere.

sid/dpa/red | Stand: 24.01.2018, 11:47

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