Australian Open - Kerber steht in Runde drei

Angelique Kerber bei den Australian Open

2. Runde

Australian Open - Kerber steht in Runde drei

Angelique Kerber steht in der dritten Runde der Australian Open. Die Weltranglisten-Zweite gewann gegen die brasilianische Qualifikantin Beatriz Haddad Maia.

Nach 1:21 Stunden stand es 6:2, 6:3. An ihrem 31. Geburtstag am Freitag (18.01.2019) ist Kerber gegen die 20 Jahre alte Australierin Kimberly Birrell erneut haushohe Favoritin. Die Nummer 240 der Tenniswelt, die beim Grand-Slam-Auftakt dank einer Wildcard im Hauptfeld steht, setzte sich gegen Donna Vekic (Kroatien/Nr. 29) überraschend in drei Sätzen durch. Die gebürtige Düsseldorferin verhinderte damit ein Duell zwischen Kerber und ihrem Ex-Trainer Torben Beltz, der Vekic mittlerweile betreut.

Den ersten Satz hätte Kerber noch klarer gewinnen können, allerdings stemmte sich Haddad Maia immer wieder gegen den Aufschlagverlust. Weil Kerber kaum Fehler unterliefen, freuten sich die Fans über einige gute Ballwechsel. Im zweiten Durchgang war Kerber ein ums andere Mal zu passiv, ein Break zum 5:3 - diesmal mit ihrer ersten Chance - reichte ihr jedoch, um das Match zu entscheiden.

Kerber: "War von Anfang bis Ende ein Fight"

Sportschau | 16.01.2019 | 01:55 Min.

Fünf von 13 deutschen Tennisprofis hatten in Melbourne die erste Runde überstanden, nach Kerber sind am Donnerstag vier weitere im Einsatz. Unter anderem trifft der Weltranglisten-Vierte Alexander Zverev um 9.00 Uhr deutscher Zeit auf den Franzosen Jeremy Chardy. Der Sieger des ATP-Finals in London hat bei den Australian Open bislang noch nie die dritte Runde überstanden.

Anderson ausgeschieden, Federer mit Mühe

Kevin Anderson

Kevin Anderson

Wimbledonfinalist Kevin Anderson ist ausgeschieden. Der Südafrikaner verlor sein Zweitrunden-Match 6:4, 4:6, 4:6, 5:7 gegen den Amerikaner Frances Tiafoe. Die Nummer 39 der Welt sorgte gegen den Weltranglisten-Sechsten damit für die erste größere Überraschung beim ersten Grand-Slam-Turnier der Saison.

Titelverteidiger Roger Federer hat es nur mit einiger Mühe in die dritte Runde geschafft. Der Schweizer besiegte den Briten Daniel Evans mit 7:6 (7:5), 7:6 (7:3), 6:3. Evans ist zwar nur 189. der Weltrangliste und musste durch die Qualifikation, war vor einer Dopingsperre aber schon die Nummer 41 der Welt und Davis-Cup-Sieger. Evans lag im ersten Tiebreak bereits 5:3 vorn und half Federer dann mit zwei Volleyfehlern, im zweiten Durchgang wehrte er beim Stand von 3:5 die ersten beiden Satzbälle von Federer ab. Der 37-Jährige, der zuletzt zweimal in Melbourne erfolgreich war, setzte sich nach 2:35 Stunden schließlich durch.

Mit einem siebten Triumph wäre Federer alleiniger Rekordsieger in Australien und würde seinen 100. Turniersieg und seinen 21. Grand-Slam-Titel holen. Auch in der Bilanz bei den vier wichtigsten Turnieren ist er Rekordhalter. "Er hat sehr gut gespielt, es war für mich nicht leicht, mich abzusetzen", lobte Federer: "Er variiert und verteidigt gut. Es war wie ein Katz-und-Maus-Spiel. Ich habe es genossen." Eine Runde weiter ist auch Vorjahresfinalist Marin Cilic (Kroatien/Nr. 6), der beim 7:5, 6:7 (9:11), 6:4, 6:4 gegen Mackenzie McDonald (USA) allerdings auch mehr Mühe als erwartet hatte. Und auch Mitfavorit Rafael Nadal steht in Runde drei. Der Spanier schlug den Australier Matthew Ebden 6:3, 6:2, 6:2.

Stephens und Wozniacki weiter

Sloane Stephens

Sloane Stephens

Bei den Damen war die ehemalige US-Open-Siegerin Sloane Stephens erfolgreich. Die Nummer fünf der Tennis-Weltrangliste siegte 6:3, 6:1 gegen Timea Babos aus Ungarn. Trotz des am Ende klaren Ergebnisses stand der Erfolg erst nach 1:35 Stunden fest. Stephens erreichte im vorigen Jahr das Endspiel der French Open und bereits 2013 das Halbfinale der Australian Open. Zu Juniorenzeiten holte die 25-Jährige gemeinsam mit Babos 2010 die Doppel-Titel bei den French Open, in Wimbledon und bei den US Open.

Titelverteidigerin Caroline Wozniacki aus Dänemark erreichte mit 6:1, 6:3 gegen die Schwedin Johanna Larsson sicher die Runde der letzten 32. Die Weltranglisten-Neunte Kiki Bertens aus den Niederlanden scheiterte dagegen frühzeitig mit 6:3, 3:6, 3:6 an der Russin Anastassija Pawljutschenkowa.

sid/dpa | Stand: 16.01.2019, 05:55

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