Australian Open: Turnierboss dementiert positive Corona-Tests bei Tennisprofis

Turnierdirektor Craig Tiley bei den Australian Open 2020

Trainingsverbot nach Coronafällen

Australian Open: Turnierboss dementiert positive Corona-Tests bei Tennisprofis

Turnierdirektor Craig Tiley hat dementiert, dass auch Tennisprofis unter den Personen sind, die vor den Australian Open positiv auf Corona getestet wurden.

"Nein", antwortete Tiley am Dienstag (19.01.2021) bei einer Pressekonferenz auf eine entsprechende Frage. "Unter den sechs Fällen aus dem Australian-Open-Kontingent plus dem einen, der ein Flugbegleiter war, sind keine Spieler", sagte Tiley. "Sie gehören zum Begleittross der Profis."

Zuvor hatte der Gesundheitsminister des Bundesstaates Victoria, Brett Sutton, in einem Statement mitgeteilt, unter den drei neuen, den Australian Open zugeordneten, positiven Fällen seien auch zwei Profis. Das Trio - eine Frau in den Zwanzigern und zwei Männer in den Dreißigern - befinde sich in Hotel-Quarantäne, hieß es in der Mitteilung.

Keinen Plan für Lockerungen

Zugleich gab es Diskussionen darüber, bei einem Teil der 71 Tennisprofis und Begleiter, die sich für 14 Tage in Quarantäne begeben haben, könnten die Quarantäne-Bedingungen gelockert werden, da es bei einigen auf den Charterflügen positiv getesteten Personen neue Einstufungen der Gesundheitsbehörden gegeben habe. Sutton wollte das am Dienstag aber nicht bestätigen.

Tennisprofis Simone Bolelli (l.) und Maximo Gonzalez vor dem Quarantänehotel in Melbourne

Aktuell gebe es keine Pläne, die Regeln zu lockern. Zu den 71 Personen, die für zwei Wochen ihr Hotelzimmer nicht verlassen dürfen, gehört auch die deutsche Nummer eins Angelique Kerber.

Für die Folgen entschuldigt

In den vergangenen Tagen waren Profis und Betreuer aus verschiedenen Städten mit mehreren Charterflügen nach Melbourne geflogen. Nach der Ankunft waren ersten Angaben zufolge fünf Menschen positiv auf Covid-19 getestet worden, darunter ein Crew-Mitglied, das offenbar nicht zu den vier Fällen zählt, die mit den Australian Open in Verbindung gebracht werden.

Der Trainer der ehemaligen US-Open-Siegerin Bianca Andreescu, Sylvain Bruneau, hatte seinen positiven Test öffentlich gemacht und sich für die Folgen entschuldigt. Für alle Mitreisenden auf den Flügen mit positiv getesteten Personen wurde daraufhin als Erstkontakt in ihren Hotels eine strikte 14-tägige Quarantäne verordnet.

Dieses Element beinhaltet Daten von Instagram. Sie können die Einbettung auf unserer Datenschutzseite deaktivieren.

Klage von Spielerinnen: Nicht ausreichend informiert

Ursprünglich war vorgesehen, dass die Sportlerinnen und Sportler während der 14-tägigen Quarantäne für maximal fünf Stunden am Tag das Hotel verlassen und trainieren dürften, um sich auf den Start in Melbourne vorzubereiten. Die Verschärfung der Maßnahmen stieß bei einigen Profis auf heftige Kritik.

Sie seien im Vorfeld nicht ausreichend über die verschärften Maßnahmen aufgeklärt worden, im Fall von Positivtests auf der Reise: "Uns wurde gesagt, dass wir in Zehnergruppen aufgeteilt werden. Und dass bei einem Positivfall auch nur diese Gruppe in Isolation muss. Aber nicht alle, die im Flugzeug sitzen", schrieb Alizé Cornet auf Twitter.

Sorge um Verletzungen

"Ich habe kein Problem damit, 14 Tage im Hotel zu sitzen und Netflix zu gucken", schrieb Sorana Cirstea in ihrem Twitter-Kanal. "Was aber nicht geht, ist einen Wettkampf zu bestreiten nach zwei Wochen auf der Couch. Das ist das Problem."

Dieses Element beinhaltet Daten von Twitter. Sie können die Einbettung auf unserer Datenschutzseite deaktivieren.

red/sid/dpa | Stand: 19.01.2021, 11:30

Darstellung: