ATP Finals - Thiem fügt Federer schmerzliche Niederlage zu

Dominic Thiem

Tennis in London

ATP Finals - Thiem fügt Federer schmerzliche Niederlage zu

Roger Federer droht bei den ATP Finals in London nach einer unerwarteten Auftaktniederlage der K.o. in der Vorrunde. Der Schweizer Rekordsieger unterlag am Sonntagabend (10.11.2019) dem Österreicher Dominic Thiem 5:7, 5:7. Eine weitere Niederlage könnte für den 20-maligen Grand-Slam-Champion damit bereits das Aus bei dem Elite-Turnier der acht Jahresbesten bedeuten.

Federer hatte gegen Thiem zum Auftakt direkt seinen Aufschlag abgeben müssen, agierte insgesamt ungewohnt fehlerhaft und verlor nach einem weiteren Break zum 5:6 den ersten Durchgang. Im zweiten Durchgang schien sich Federer zunächst zu stabilisieren, verlor dann aber doch im entscheidenden Moment den Faden. Thiem hat nunmehr fünf von sieben Duellen mit Federer gewonnen.

Djokovic souverän

Novak Djokovic nach dem Sieg gegen Matteo Berrettini bei der ATP World Tour

Novak Djokovic nach dem Sieg gegen Matteo Berrettini bei der ATP World Tour

Vorjahresfinalist Novak Djokovic startete mit einem überzeugenden Auftritt in die ATP Finals. Der Weltranglisten-Zweite ließ dem Turnier-Debütanten Matteo Berrettini beim 6:2, 6:1 keine Chance. In nur 63 Minuten setzte sich der 32 Jahre alte Serbe gegen seinen neun Jahre jüngeren italienischen Kontrahenten durch. "Ich habe meine Hausaufgaben gemacht. Wir haben Videos angeschaut und uns gut vorbereitet", sagte Djokovic nach seinem Auftaktsieg im ATP-Finale.

Mit Boris Becker gleichgezogen

Mit seinem 36. Sieg beim Turnier der acht besten Tennisprofis des Jahres zog er mit Ex-Coach Boris Becker gleich. Beim ersten Vergleich mit Berrettini brauchte Djokovic nur zehn Gewinnschläge - auch weil seinem Gegner 28 leichte Fehler unterliefen. "Es war sicher nicht einfach für ihn, hier zum ersten Mal zu spielen. Ich wusste, dass er nervös sein würde am Anfang. Ich habe versucht, meine Erfahrung zu nutzen und die richtige Taktik zu finden", sagte Djokovic.

Berrettini und die Nervosität

"Er hat sich besser bewegt als ich, er hat besser gespielt als ich", konstatierte Berrettini, der sich als erster Italiener seit Corrado Barazzutti im Jahr 1978 für das Saisonabschluss-Turnier qualifiziert hat. Der Stuttgart-Sieger hatte mit seiner Nervosität zu kämpfen und konnte Djokovic trotz eines Breaks im zweiten Satz zum 1:4 nie gefährlich werden. "Ich muss diese Niederlage akzeptieren und freue mich jetzt auf die beiden anderen Gruppenspiele", sagte Berrettini.

Kampf um Weltranglisten-Platz eins

Djokovic hat die ATP Finals bereits fünfmal gewonnen (2008, 2012, 2013, 2014, 2015) und würde mit einem weiteren Titel mit Roger Federer (2003, 2004, 2006, 2007, 2010, 2011) gleichziehen. Vor einem Jahr verlor der 16-malige Grand-Slam-Champion im Endspiel gegen den Hamburger Alexander Zverev. In London entscheidet sich auch, ob Rafael Nadal Platz eins der Weltrangliste am Saisonende behält oder wieder an Djokovic abtreten muss. Dafür muss der Serbe aber in jedem Fall wie im Vorjahr zumindest das Endspiel erreichen.

dpa/red | Stand: 10.11.2019, 23:24

Darstellung: