Vendée Globe: Boris Herrmann nun Zweiter

Vendée Globe: Boris Herrmann betet erfolgreich um Wind Verfügbar bis 22.04.2021

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Vendée Globe: Boris Herrmann nun Zweiter

Der Solo-Weltumsegler aus Hamburg hat erfolgreich um Wind gefleht und ist bei der Vendée Globe nun ganz weit vorn dabei.

Weltumsegler Boris Herrmann hat bei der Vendée Globe erfolgreich um Wind gefleht und ist nach überstandener Flaute am Mittwoch auf Rang zwei vorgerückt. Am Abend verkürzte er den Rückstand auf den Spitzenreiter.

Herrmann sorgt bei der Vendée Globe weiter für Furore. Der 39 Jahre alte Hamburger rückte am Mittwoch auf den zweiten Gesamtrang vor. Der Rückstand des ersten deutschen Teilnehmers auf den französischen Spitzenreiter Charlie Dalin bei der Regatta rund um die Welt betrug nach 73 Tagen um 18 Uhr mitteleuropäischer Zeit 114 Seemeilen (211 km). Vier Stunden später waren es gar nur noch 109,5 Seemeilen (202, 8 km).

Die beiden Skipper haben allerdings einen anderen Kurs gewählt als der Franzose Louis Burton auf Rang vier, der weiter westlich im Atlantik unterwegs ist und auf der Karte visuell an der Spitze des Feldes liegt.

Dank Nordost-Passat Fahrt aufgenommen

Zuvor hatte der Hamburger, der mit seiner "Seaexplorer - Yacht Club de Monaco" den Äquator als Dritter überquert hatte, östlich von Brasilien festgesessen und dabei einige Plätze verloren. Mit zum Teil nur fünf Knoten Geschwindigkeit ging es quälend langsam voran. "Ich habe die Doldrums unterschätzt. Es sah so aus, als ob wir nachmittags eine kurze Flaute haben und es dann weitergeht", sagte Herrmann zu jener Phase der Regatta. "Ich bin gestresst. Der Wind macht, was er will."

In seiner Verzweiflung flehte er sogar den Windgott an. Mit Erfolg: Er erreichte den Nordost-Passat auf der Nordhalbkugel und nahm ordentlich Fahrt auf.

Ankunft wohl am 27. oder 28. Januar

Rund 2.500 Seemeilen sind es noch bis in den Start- und Zielhafen Les Sables-d'Olonne. Ankommen wird der Hamburger dort voraussichtlich am 27. oder 28. Januar. Der große Vorteil für die "Seaexplorer" ist, dass sie im Gegensatz zu den meisten Konkurrenz-Booten noch intakte Foils und Segel hat - zudem hilft Herrmann auch die sechsstündige Zeitgutschrift in Folge der Rettungsmission für Kevin Escoffier, dessen Boot Anfang Dezember im Südatlantik gesunken war. Der Hamburger rechnet mit einem knappen Ausgang der neunten Auflage des Solo-Meeres-Marathons: "Die Entscheidungen im vorderen Feld werden wohl erst in den letzten vier Tagen fallen."

Dieses Thema im Programm:
NDR Info | 20.01.2021 | 14:00 Uhr

NDR | Stand: 20.01.2021, 22:59

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