Wellbrock auch mit Infekt zu schnell für Konkurrenz

Florian Wellbrock jubelt über Gold

Schwimm-Weltcup

Wellbrock auch mit Infekt zu schnell für Konkurrenz

Nach seinem Favoritensieg mit angezogener Handbremse hatte Florian Wellbrock nur noch eine Sorge: Bloß nicht noch kranker werden!

"Das ist das Wichtigste, deswegen gehe ich mir jetzt auch schnell etwas anziehen", sagte der angeschlagene Doppel-Weltmeister am Samstag (12.10.2019) zu den Journalisten und verschwand aus der Schwimm-Halle im Berliner Europasportpark.

Zuvor hatte der 22-Jährige trotz eines leichten Infekts beim Weltcup in der Hauptstadt auf seiner Paradestrecke 1.500 m Freistil wie erwartet gewonnen. Wellbrock blieb in 15:10,82 Minuten aber um 13 Sekunden über seiner in der Vorwoche in Budapest aufgestellten Bestzeit in der noch jungen Olympiasaison. Das war allerdings eingeplant. "Es war vernünftig, dass ich heute nicht unter 15 Minuten geschwommen bin. Das war schon alles richtig, was ich heute gemacht habe", sagte Wellbrock.

200-Meter-Starts abgesagt

Seine Starts über 200 m Schmetterling (Samstag) und 200 m Freistil (Sonntag) hatte er zuvor abgesagt. Zum Auftakt am Freitag war der Magdeburger über 400 m auf einen geteilten zweiten Platz gekrault. Dann warf ihn ein leichter Infekt zurück, weshalb Wellbrock sich zum Abschluss am Sonntag nicht mehr dem heimischen Publikum präsentieren wird. "Wir wollen die Vorbereitung in der Höhe nicht gefährden", erklärte Wellbrocks Heimtrainer Bernd Berkhahn.

Am Mittwoch reist der Weltmeister im Freiwasser (10 km) und Becken (1.500 m) ins erste von insgesamt drei Höhentrainingslagern in der Sierra Nevada. Dort sollen auch die erste Reize im Ausdauerbereich gesetzt werden, während bislang vor allem im Kraftbereich trainiert wurde.

Schwimm-Weltcup: Wellbrock siegt über 1.500 Meter Sportschau 12.10.2019 07:00 Min. Verfügbar bis 12.10.2020 Das Erste

sid | Stand: 12.10.2019, 19:05

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