Schwimm-WM - Brustschwimmer Koch freut sich über Platz fünf

Marco Koch

Schwimm-WM in Südkorea

Schwimm-WM - Brustschwimmer Koch freut sich über Platz fünf

Bei der Weltrekord-Show in Gwangju schwamm Marco Koch am Freitag (26.07.2019) nach einer "schlaflosen Nacht" schneller als bei seinem WM-Titel 2015, doch für eine Medaille reichte es noch nicht wieder.

"Die schnellste Zeit seit Ewigkeiten", sagte der 29-Jährige nach seinem fünften Platz im WM-Finale über 200 m Brust erleichtert: "Wenn wir so weitermachen, wird es richtig gut." Nach der verpassten EM im vergangenen Jahr und Rücktrittsgedanken ist der letzte deutsche Becken-Weltmeister wieder aufgetaucht - und hat Olympia in Tokio fest im Blick: "Wir sind auf dem richtigen Weg."

Köhler auch im 800-Meter-Finale

Sarah Köhler qualifizierte sich bei der Schwimm-WM in Südkorea drei Tage nach ihrer Silbermedaille über 1.500 Meter auch über 800 Meter für das Finale. Die Langstreckenschwimmerin schlug am Freitag nach 8:22,95 Minuten an und erreichte als Sechste der Vorläufe den Endlauf am Samstag.

Ledecky diesmal am Start

"Es hat Spaß gemacht, auch wenn es nicht mehr ganz so leicht ging wie bei den 1.500 Metern", sagte Köhler in Gwangju. Am Dienstag hatte die 25-Jährige über 1.500 Meter Freistil den zweiten Platz belegt. Mit der Freiwasser-Staffel hatte Köhler zuvor in Yeosu Gold gewonnen.

Im Gegensatz zum Finale über die 1,5 Kilometer war US-Schwimmstar Katie Ledecky im Vorlauf des kürzeren Rennens wieder dabei. Die Titelverteidigerin und Weltrekordhalterin hatte drei Tage zuvor aus gesundheitlichen Gründen gefehlt und wurde nun Vorlaufzweite knapp hinter ihrer Landsfrau Leah Smith. Angesichts der starken Konkurrenz zählt Köhler im Finale nicht zu den Top-Favoritinnen. "Ich will Bestzeit schwimmen und dann gucken, was dabei rumkommt", sagte sie.

Freistil-Staffel qualifiziert sich für Olympia

Die deutsche 4 x 200 Meter Freistil-Staffel der Männer qualifizierte sich ebenfalls für den Endlauf, der schon am Freitagnachmittag stattfindet. Poul Zellmann, Rafael Miroslaw, Jacob Heidtmann und Damian Wierling schwammen in 7:08,45 Minuten die siebtschnellste Zeit der Vorläufe und buchten damit als fünfte deutsche Staffel das Ticket für die Olympischen Spiele in Tokio.

Heidtmann ordnete das bisher Erreichte so ein: "Auch wenn die Schwimm-Nation Deutschland nicht mehr die ist, die sie mal war, ist es für eine Staffel schon das Mindestziel, die Olympia-Quali zu schaffen." Mit Blick auf den Endlauf sagte der 24-Jährige: "Wir haben unser Soll erfüllt und mal schauen, was wir uns heute noch als Belohnung dazugeben."

Kusch im Finale - zwei Weltrekorde

Schmetterling-Schwimmer Marius Kusch hat das Finale über 100 Meter erreicht. Der 26-Jährige schlug nach 51,50 Sekunden an und belegte damit den insgesamt fünften Rang. Schnellster war der Amerikaner Caeleb Dressel in der Weltrekordzeit 49,50 Sekunden.

Der 22-Jährige blieb damit 0,32 Sekunden unter der zehn Jahre alten Bestzeit von Rekord-Olympiasieger Michael Phelps. Der nicht mehr aktive US-Superstar hatte in dieser Woche schon seine Bestzeit über 200 Meter Schmetterling an den 19-jährigen Kristof Milak aus Ungarn verloren.

Im Rennen danach schwamm auch Dressels Landsfrau Regan Smith im Halbfinale über 200 m Rücken in 2:03,35 Minuten zum Weltrekord. Smith blieb um sieben Zehntelsekunden unter der bisherigen Bestmarke der fünfmaligen Olympiasiegerin Missy Franklin (USA).

dpa | Stand: 26.07.2019, 16:08

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