Kusch schwimmt zu Gold - Koch holt Bronze

Marius Kusch nach seinem Sieg über 100 Meter Schmetterling

Kurzbahn-EM

Kusch schwimmt zu Gold - Koch holt Bronze

Marius Kusch hat den deutschen Schwimmern bei der Kurzbahn-EM in Glasgow überraschend die erste Goldmedaille beschert.

Der 26-Jährige aus Essen gewann am Donnerstag (05.12.2019) über 100 m Schmetterling in der deutschen Rekordzeit von 49,06 Sekunden deutlich vor dem Russen Michail Wekowischtschew (49,53).

Bronze ging an Marcin Cieslak aus Polen (49,75). Kusch hatte bei der EM 2017 in Kopenhagen auf der gleichen Strecke Bronze geholt, für ihn war es damals die erste internationale Medaille seiner Karriere. "Für mich geht mit diesem Sieg ein Kindheitstraum in Erfüllung", sagte Kusch kurz nach dem Rennen. "Früher habe ich immer Steffen Deibler zugeschaut und jetzt habe ich es selbst geschafft. Es ist superschön, aber es steckt auch viel harte und strukturierte Arbeit dahinter."

Koch: "Total am Ende"

Marco Koch bei seinem Rennen

Marco Koch bei seinem Rennen

Marco Koch holte auf seiner Paradestrecke über 200 m Brust Bronze. In 2:02,87 Minuten musste sich der 29-Jährige nach einem packenden Finale dem Niederländer Arno Kamminga (2:02,36) und Erik Persson aus Schweden (2:02,80) geschlagen geben.

"Ich bin total am Ende. Das war kein gutes Rennen, ich bin überhaupt nicht zufrieden", sagte Koch. Der Darmstädter lag auf der 25-m-Bahn nach der Hälfte der Strecke nur auf Rang sieben, holte sich mit einem starken Schlussspurt aber noch die Medaille. Der ehemalige Weltrekordler hatte 2010 und 2015 bei der Kurzbahn EM-Gold über die 200 m geholt, 2016 wurde er im kanadischen Windsor sogar Weltmeister. Seit 2015 hält er in 2:00,53 Minuten den EM-Rekord.

Versöhnung mit Glasgow

Koch versöhnte sich mit der Medaille zumindest ein wenig mit dem Austragungsort Glasgow. Für die Langbahn-EM vor einem Jahr im Tollcross International Swimming Centre hatte Koch die Qualifikation verpasst. Der Brustschwimmer dachte über einen Rücktritt nach, entschied sich aber für einen Orts- und Trainerwechsel. Seitdem geht es wieder aufwärts.

Am Mittwoch hatte Christian Diener (Potsdam) Silber über 200 m Rücken gewonnen. Der Deutsche Schwimm-Verband (DSV) hat ein großes Aufgebot von 40 Athleten für die noch bis Sonntag andauernden Titelkämpfe in Schottland nominiert, die Weltmeister Florian Wellbrock und Sarah Köhler fehlen allerdings.

sid/dpa | Stand: 05.12.2019, 20:12

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