Rugby-WM - Italien wegen Taifuns ausgeschieden

Italiens Rugbyspieler sind enttäuscht

Turnier in Japan

Rugby-WM - Italien wegen Taifuns ausgeschieden

Bittere Premiere bei der Rugby-WM in Japan: Wegen des nahenden Supertaifuns "Hagibis" sind aus Sicherheitsgründen erstmals in der 32-jährigen Geschichte des Turniers Spiele abgesagt worden - und werden auch nicht neu angesetzt. Italien ist deshalb ausgeschieden.

Betroffen sind die Gruppenpartien zwischen England und Frankreich in Yokohama sowie zwischen Neuseeland und Italien in Toyota, die beide am Samstag (12.10.2019) hätten stattfinden sollen. Vier weitere Begegnungen am Sonntag stehen unter Beobachtung, weitere Absagen sind nicht ausgeschlossen. "Wir haben die sehr schwierige Entscheidung getroffen, Spiele in bestimmten Regionen abzusagen", teilte Turnierdirektor Alan Gilpin mit. Die abgesagten Spiele werden 0:0 gewertet, beide Mannschaften erhalten zwei Punkte.

Der nationale Wetterdienst JMA bewertet "Hagibi" mit der höchsten Gefahrenstufe. "Der Sturm wird etwas abschwächen, wenn er Japan erreicht. Er bleibt dennoch sehr stark", sagte ein JMA-Sprecher.

Italien ausgeschieden, England Gruppensieger

Italien ist in Gruppe B deshalb ausgeschieden. Gegen Neuseeland galt das Team allerdings als krasser Außenseiter. Die "All Blacks" folgen damit Südafrika ins Viertelfinale. Frankreich muss in der Gruppe C nun mit Rang zwei vorlieb nehmen. Mit einem Sieg im direkten Duell mit England hätten die Franzosen in der Tabelle noch vorbeiziehen können. Beide Teams standen schon als Viertelfinalisten fest.

Wegen Taifuns in Japan - Spiele der Rugby-WM fallen aus

Sportschau 10.10.2019 02:26 Min. Verfügbar bis 10.10.2020 ARD

Die für Freitag angesetzte Partie Australien gegen Georgien in Shizuoka sowie das für Samstag geplante Spiel Irland gegen Samoa in Fukuoka sollen nach derzeitigem Stand stattfinden. Eine Entscheidung darüber, ob die für Sonntag vorgesehenen vier Spiele, darunter die Begegnung Japan gegen Schottland, stattfinden oder ebenfalls abgesagt werden müssen, werde an dem Morgen getroffen.

Sicherheit hat Priorität

Gilpin sprach in einer Stellungnahme von einer "komplexen und dynamischen" Lage. Man verfolge den Verlauf des Taifuns genauestens zusammen mit den eigenen Wetter-Experten. Daher habe man aus Sicherheitsgründen die beiden Spiele abgesagt, hieß es. Es wäre unverantwortlich, so Gilpin weiter, wenn man die Mannschaften, Fans und Helfer den Folgen des erwarteten Taifuns ausgesetzt hätte. Der Wirbelsturm werde wahrscheinlich am Samstag unter anderem zu erheblichen Beeinträchtigungen des öffentlichen Verkehrs in Tokio, Yokohama und Toyota führen, hieß es. Für die Fans der Mannschaften aus England, Frankreich, Neuseeland und Italien sei das zwar enttäuschend, aber man vertraue darauf, dass sie es zu schätzen wissen, dass ihre Sicherheit Priorität habe, so Gilpin. Die Fans würden für die Tickets in vollem Umfang entschädigt.

sid/dpa | Stand: 10.10.2019, 07:10

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