Ruder-Olympiasieger Reinelt stirbt beim Ski-Langlauf

Maximilian Reinelt

Mitglied des Deutschland-Achters

Ruder-Olympiasieger Reinelt stirbt beim Ski-Langlauf

Ruder-Olympiasieger Maximilian Reinelt ist im Alter von 30 Jahren beim Ski-Langlauf ums Leben gekommen. Das teilte das Team Deutschland-Achter am Montag (11.02.2019) mit.

Wie die Kantonspolizei Graubünden dem Schweizer "Blick" mitteilte, war Reinelt am Samstag auf der Langlaufloipe aufgrund einer "medizinischen Ursache" zusammengebrochen. Der Vorfall ereignete sich demnach auf Höhe der Olympia-Schanze.

Der gebürtige Ulmer wurde mit dem Achter 2012 in London Olympiasieger und holte 2016 in Rio de Janeiro Silber. Er wurde zweimal Welt- und fünfmal Europameister. Der Mediziner beendete seine Karriere nach den Spielen in Brasilien.

Ruder-Olympiasieger Reinelt beim Ski-Langlauf gestorben

Sportschau | 11.02.2019 | 00:43 Min.

"Er war in erster Linie ein Freund, jemand auf den wir uns nicht nur im Training und Wettkampf, sondern im gesamten Leben verlassen konnten", schrieb der Deutschlandachter in der Mitteilung.

IOC-Präsident Bach bestürzt

Auch IOC-Präsident Thomas Bach reagierte bestürzt. "Maximilian Reinelt ist einer der ganz großen Athleten des deutschen Rudersports und darüber hinaus ein sehr sympathischer Mensch, dem es gelungen ist, Leistungssport und seine berufliche Ausbildung zum Arzt mit großem Erfolg zu verbinden. Dies macht seinen Tod beim Sport so besonders tragisch. Mein Beileid gilt seiner Familie und seinen vielen Freunden", sagte der Chef des Internationalen Olympischen Komitees.

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Siegfried Kaidel, der Präsident des Deutschen Ruderverbandes, teilte mit: "Auch nach seinem Karriereende hat er sich sehr für den Rudersport engagiert. Sein überraschender und viel zu früher Tod macht mich unendlich traurig. Jeder, der ihn kennenlernen durfte, war eingenommen von seiner verbindlichen und freundlichen Art. Er wird uns fehlen. Ich wünsche seiner Verlobten und Familie für diese schwierige Zeit viel Kraft und Mut."

Tiefe Trauer beim Verband und Deutschland-Achter

In der kommenden Woche wollte Reinelt das U23-Team als Mannschaftsarzt ins Trainingslager nach Mequinenza (Spanien) begleiten. "Seit wir heute von seinem viel zu frühen Tod erfahren mussten, beherrschen uns Unglaube und Fassungslosigkeit", teilte das Team Deutschland-Achter mit: "Im Moment fällt es uns unheimlich schwer, die angemessenen Worte zu finden, um Maximilians Leben zu würdigen, denn dass er nicht mehr Teil unserer Gemeinschaft sein kann, übersteigt unsere Vorstellungskraft."

Reinelt war 2010 erstmals in den Deutschland-Achter berufen worden, seither gehörte er zum festen Stamm. Am 1. November 2016 war er von Bundespräsident Joachim Gauck mit dem Silbernen Lorbeerblatt ausgezeichnet worden. 

sid/dpa | Stand: 11.02.2019, 15:12

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