Valverde holt WM-Titel im Straßenrennen

Holte den WM-Titel: Ernesto Valverde

Rad-WM in Innsbruck

Valverde holt WM-Titel im Straßenrennen

Der umstrittene Radprofi Alejandro Valverde hat zum WM-Abschluss am Sonntag (30.09.2018) in Innsbruck das äußerst bergige Straßenrennen für sich entschieden.

Nach knapp 260 km und der extremen Passage durch die sogenannte "Höttinger Höll" gewann Valverde, der 2009 wegen seiner Verwicklung in die Fuentes-Blutdopingaffäre für zwei Jahre gesperrt worden war, im Sprint einer Fluchtgruppe vor Romain Bardet (Frankreich) und Michael Woods (Kanada) die Goldmedaille und holte sich das Regenbogentrikot von Titelverteidiger Peter Sagan.

"Ein Traum wird wahr, ich kann es immer noch nicht glauben. Es war ein sehr langer Sprint. Das ist nicht nur mein Sieg, sondern der Sieg der ganzen Nationalmannschaft. Das ist der größte Erfolg meiner Karriere", sagte Valverde nach dem Rennen.

Rad-WM: Valverde siegt, Deutsche chancenlos

Sportschau 01.10.2018 01:08 Min. Verfügbar bis 01.10.2019 ARD

Die deutsche Mannschaft hatte wie erwartet nichts mit dem Ausgang des Rennens zu tun. Simon Geschke (Berlin) und Emanuel Buchmann (Ravensburg) hielten bis zum finalen Anstieg durch die "Höttinger Höll" mit bis zu 28 Prozent Steigung mit. Anschließend konnten beide nicht mehr folgen, Geschke wurde nach über sechseinhalb Stunden im Rennsattel als bester deutscher Fahrer 24. mit 1:54 Minuten Rückstand auf Valverde.

Sagan steigt vorzeitig vom Rad

Der Slowake Sagan, Weltmeister der vergangenen drei Jahre, wurde früh distanziert und stieg vorzeitig vom Rad. Bislang letzter deutscher Weltmeister bleibt der vor zwei Jahren verstorbene Rudi Altig, der 1966 am Nürburgring siegte.

Für den Bund Deutscher Radfahrer (BDR) enden die Titelkämpfe in Österreich mit der gleichen Bilanz wie im Vorjahr - einer Silbermedaille. 2017 war Lennard Kämna WM-Zweiter im U23-Straßenrennen, diesmal holte Marius Mayrhofer bei den Junioren Silber.

BDR-Präsident Moster nicht zufrieden

Gerade in den Einzelzeitfahren waren die Ergebnisse weitgehend nicht überzeugend, vor allem die Frauen enttäuschten. "Die eine oder andere Medaille hätte uns gut getan", sagte BDR-Sportdirektor Patrick Moster, um hinzuzufügen: "Die meisten Rennen haben gezeigt, dass wir Potenzial haben."

Allerdings sind die Deutschen auf bergigen Kursen wie in Innsbruck in der Breite nicht auf Augenhöhe mit der absoluten Weltelite. Nachdem der BDR vor zwei Jahren die WM-Nationenwertung noch angeführt hatte, blieb diesmal wie schon 2017 ein Rang im Mittelfeld. Die Titel im Mannschaftszeitfahren der Firmenteams für Schachmann, Trixi Worrack und Lisa Klein zählten nicht dazu. "Wir können nicht ganz zufrieden sein, aber es gibt keinen Grund für Trübsal", sagte Moster.

Stand: 30.09.2018, 17:19

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