Suisse-Sieger Egan Bernal jetzt ein Tour-Favorit

Egan Bernal führt das Feld über den Gotthardpass

Radsport

Suisse-Sieger Egan Bernal jetzt ein Tour-Favorit

Der kolumbianische Rad-Jungstar Egan Bernal hat die Tour de Suisse gewonnen und knapp zwei Wochen vor dem Beginn der Tour de France ein Ausrufezeichen gesetzt.

Der 22-Jährige vom Team Ineos wehrte auf der letzten Etappe am Sonntag (23.06.2019) über 101,5 Kilometer rund um Goms die Attacke seines australischen Konkurrenten Rohan Dennis (Bahrain-Merida) ab und sicherte sich nach dem Erfolg bei Paris-Nizza im Frühjahr seinen zweiten Sieg bei einem renommierten Mehrtagesrennen.

"Gibt mir Zuversicht"

"Das ist eines der größten Rennen, das ich gewonnen habe. Ich bin sehr, sehr glücklich. Das gibt mir Zuversicht für die nächsten Rennen", sagte Bernal.

Bei der am 6. Juli in Brüssel beginnenden Frankreich-Rundfahrt bildet Bernal zusammen mit Titelverteidiger Geraint Thomas die Doppelspitze beim Ineos-Team.

Bernal akzeptiert Thomas' Chefrolle

Thomas war in der Schweiz auf der vierten Etappe gestürzt und musste danach aufgeben. Schwerwiegende Verletzungen erlitt der 33-Jährige aber nicht.

"Die Dinge änderten sich, als er stürzte. Danach war ich der Kapitän im Team", sagte Bernal, der sich bei der Tour aber nicht in der Chefrolle sieht: "Geraint wird unser Leader sein. Ich werde versuchen, ihm zu helfen. Ich habe damit kein Problem. Ich bin erst 22 Jahre alt. Es warten noch einige Tour-de-France-Teilnahmen auf mich."

Carthy holt den Tagessieg

Die Abschlussetappe gewann der Brite Hugh Carty (EF Education First-Drapac) nach einer Solofahrt über 100 Kilometer, Dennis und Bernal kamen mit 1:02 Minuten Rückstand als Duo auf den Plätzen zwei und drei ins Ziel. In der Endabrechnung lag Bernal damit 19 Sekunden vor Dennis.

Bernal hatte mit Platz elf im Einzelzeitfahren am Samstag das Gelbe Trikot des Gesamtführenden verteidigt, Zeitfahrweltmeister Dennis Platz sechs belegt und damit 22 Sekunden Rückstand ins Schlussstück mitgenommen. Davon machte der 29-Jährige am Sonntag aufgrund von Bonussekunden nur noch einen kleinen Teil wett.

Arndt Neunter im Zeitfahren

Deutsche Profis hatten einen Tag nach dem starken neunten Platz von Nikias Arndt (Buchholz/Sunweb) beim Zeitfahr-Sieg des Belgiers Yves Lampaert (Deceuninck-Quick Step) nichts mit dem Ausgang der Etappe zu tun.

Thema in: Sport aktuell, Deutschlandfunk, Sonntag, 23.06.19, 22.50 Uhr

dpa/sid | Stand: 23.06.2019, 17:08

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