Operation Aderlass: Neue Ermittlungen zur Tour 2017

Massensprint bei der Tour de France 2017

Doping

Operation Aderlass: Neue Ermittlungen zur Tour 2017

Die Tour de France 2017 steht im Mittelpunkt erneuter Untersuchungen alter Dopingproben. Die Ermittlungen sind eine Folge der "Operation Aderlass".

Verbesserte Verfahren sollen es ermöglichen, ein damals noch nicht nachweisbares Mittel nachzuweisen. "Dank neuer Informationen haben wir relevante Proben identifiziert und die ersten Analysen durchgeführt", teilte die Cycling Anti-Doping Foundation (CADF) der belgischen Zeitung "Het Nieuwsblad" mit.

Der Radsport-Weltverband UCI hatte die CADF mit der Untersuchung von Proben aus den Jahren 2016 und 2017 beauftragt. Die Ermittlungen sind eine Folge der "Operation Aderlass", bei der 2019 ein Doping-Netzwerk rund um den Erfurter Sportarzt Mark S. ausgehoben worden war.

Operation Aderlass - die geheimen Dokumente zu Mark Schmidt Sportschau 02.05.2020 05:32 Min. Verfügbar bis 02.05.2021 Das Erste

Nachweismethoden wurden verbessert

Die folgenden Ermittlungen hätten den Hinweis auf das nicht näher genannte Dopingmittel ergeben, das erst mit neuen Methoden nachweisbar ist. Besonders die Tour 2017 werde nun untersucht. "In dieser Zeit gab es eine Reihe verbotener Substanzen, die auf dem regulären Markt nicht verfügbar waren und für die es in den Labors noch keine optimalen Nachweismethoden gab. Diese Methoden wurden inzwischen verbessert" sagte Peter Van Eenoo vom Dopinglabor in Gent der Zeitung.

Laut der ermittelnden Münchner Staatsanwaltschaft gehörten zum Netzwerk von Mark S. 23 Sportler aus acht europäischen Ländern, darunter auch einige Radsportler wie Danilo Hondo oder der Österreicher Stefan Denifl. Erst Ende Februar hatte auch der Schweizer Ex-Radprofi Pirmin Lang gestanden, vor seinem Karriereende 2017 verbotene Mittel genommen zu haben.

sid | Stand: 30.05.2020, 19:47

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