Giro - Ackermann verpasst Etappensieg ganz knapp

Italiens Damiano Cima (r.) und der Deutsche Pascal Ackermann (m.) auf der Zielgeraden der 18. Etappe des Giro d'Italia.

102. Giro d'Italia, 18. Etappe

Giro - Ackermann verpasst Etappensieg ganz knapp

Radprofi Pascal Ackermann hat seinen dritten Etappensieg beim 102. Giro d'Italia hauchdünn verpasst. Dank des zweiten Platzes holte sich der Deutsche das Violette Trikot des Punktbesten zurück.

Nach einer spannenden Aufholjagd fehlten Ackermann am Donnerstag (30.05.2019) auf dem 18. Teilstück nach 222 Kilometern von Olang nach Santa Maria di Sala nur wenige Meter, um den italienischen Ausreißer Damiano Cima noch einzuholen. Immerhin übernahm der 25-Jährige wieder das Lila Trikot vom Franzosen Arnaud Démare.

Trikot entschädigt für verpassten Etappensieg

"Wie geil ist das denn!", sagte Ackermann, nachdem er von der Rückeroberung des Maglia Ciclamino erfahren hatte. "Als ich nur Zweiter im Sprint am Ende wurde, war ich zuerst enttäuscht, weil mein Team heute den ganzen Tag für mich gearbeitet hat. Als klar war, dass ich die Führung in der Punktewertung übernommen habe, haben wir trotzdem gefeiert." Teamkollege Rüdiger Selig fügte hinzu: "Das Trikot entschädigt für den verpassten Etappensieg. Es war ein chaotisches Finale."

Der Deutsche Pascal Ackermann auf dem Treppchen der 18. Etappe beim Giro d'Italia.

Ackermann auf dem Treppchen der 18. Etappe beim Giro d'Italia

Eine dreiköpfige Ausreißergruppe, darunter auch der Waldshuter Nico Denz, hatte bis zur Zielgeraden das Rennen angeführt, ehe das große Taktieren begann. Im Schlusssprint rettete sich aber nur noch Cima vor dem Feld ins Ziel.

Richard Carapaz liegt weiter vorne in der Gesamtwertung

In der Gesamtwertung blieb alles beim Alten. Richard Carapaz liegt weiter 1:54 Minuten vor dem italienischen Altstar Vincenzo Nibali und darf damit vom ersten ecuadorianischen Gesamtsieg beim Giro träumen. "Ich betrachte mich noch nicht als Sieger, es bleiben noch einige Kilometer. Aber mit dem Vorsprung kann ich ruhig bleiben", sagte Carapaz. Auf Platz drei folgt der frühere Skispringer Primoz Roglic mit einem Rückstand von 2:16 Minuten.

Gute Chancen für erstes Violettes Trikot seit 1958

Ackermann liegt nun 13 Punkte vor Démare, der nur auf Platz acht gefahren war. Seit der Einführung 1958 konnte noch kein Deutscher die Punktewertung gewinnen. Die Chancen stehen nicht schlecht, dass Ackermann das Trikot bis zum Abschluss in Verona tragen wird.

Denn am Freitag und Samstag warten auf die Fahrer noch zwei Bergetappen. Am Sonntag endet der Giro mit einem 17 Kilometer langen Einzelzeitfahren.

Thema in: Sport aktuell, Deutschlandfunk, Donnerstag, 30.05.19, 22.50 Uhr

dpa/sid | Stand: 30.05.2019, 17:45

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