Rad-WM: Gold für Schachmann und Worrack

Teamzeitfahren

Rad-WM: Gold für Schachmann und Worrack

Trixi Worrack und Maximilian Schachmann haben zum Auftakt der Rad-WM in Innsbruck Gold im Teamzeitfahren gewonnen.

Die Radsportlerin aus Cottbus war am Sonntag (23.09.2018) zum Auftakt der Rad-WM in Innsbruck mit ihrem Canyon-Sram-Team, in dem auch die Saarbrückerin Lisa Klein fährt, nicht zu schlagen. Das Siegerteam brauchte über 54,1 Kilometer 1:01,46 Stunden. Der große Favorit Sunweb wurde mit 29 Sekunden Rückstand nur Dritter. Dazwischen schob sich noch Boels Dolmans aus Belgien (+22).

Besonderer Titel

"Das ist ein ganz besonderer Titel für mich, gerade nach meiner Krankengeschichte von 2016. Außerdem ist es der letzte mit meinem Team, weil ich in der kommenden Saison für Trek fahre", sagte die Mannschafts-Weltmeisterin, deren Karriere vor zwei Jahren nach einem schweren Sturz - ihr musste eine Niere entfernt werden - am seidenen Faden hing. Auch aus diesem Grund fühlt sie besonders mit der nach einem Sturz querschnittsgelähmten Doppel-Olympiasiegerin Kristina Vogel: "Meinen Sturz und die Folgen kann man natürlich nicht mit ihrem Fall vergleichen. Ich bewundere sie, wie sie damit umgeht."

Trixi Worrack holt fünften WM-Titel im Teamzeitfahren

Sportschau | 23.09.2018 | 01:06 Min.

Schachmann gewinnt, Martin geht leer aus

Maximilian Schachmann vom Team Quick-Step Floors

Maximilian Schachmann vom Team Quick-Step Floors

Schachmann fuhr mit dem Team Quick-Step die 62,4 Kilometer 1:07:25 Stunden. "Wir sind mit dem Ziel Gold zu holen hier her gekommen. Das war ein Super-Abschluss für unsere Mannschaft. Auf den letzten Kilometern konnten wir noch etwas drauflegen und das hat gereicht", sagte Schachmann, der sich für das Einzelzeitfahren "viel Motivation" holte. "Aber es wird ein komplett anderes Rennen und ich muss mich jetzt erstmal regenerieren", sagte der 24-Jährige, der in der kommenen Saison für das deutsche Bora-hansgrohe-Team fahren wird.

Hinter Quick-Step, das in der Vergangenheit schon dreimal den Titel geholt hatte, fuhr Titelverteidiger Sunweb mit Tom Dumoulin (+18,456). Bronze ging an das US-Team BMC (+19,5 Sekunden).

Tony Martin mit Katusha-Alpecin ging auf Rang elf nach einem Defekt von Nils Pollit bei der Medaillenvergabe abgeschlagen leer aus. "Natürlich sind wir enttäuscht. Aber der Defekt von Nils hat uns 30 bis 60 Sekunden gekostet. Dann war auch die Motivation weg", sagte Martin nach dem Rennen. Katusha-Alpecin kam nur mit vier von sechs gestarteten Fahrern ins Ziel.

sid | Stand: 23.09.2018, 18:19

Darstellung: