Lüttich-Bastogne-Lüttich - Fuglsang siegt, Schachmann Dritter

Jakob Fuglsang beim Klassiker Lüttich-Bastogne-Lüttich

Frühjahrsklassiker

Lüttich-Bastogne-Lüttich - Fuglsang siegt, Schachmann Dritter

Der Däne Jakob Fuglsang hat sich mit dem Sieg beim Radsport-Monument Lüttich-Bastogne-Lüttich für eine unglücklich verlaufene Klassiker-Saison entschädigt. Der 34-Jährige vom Team Astana siegte am Sonntag (28.04.2019) nach 256 Kilometern durch das nasskalte Belgien als Solist.

Der deutsche Hoffnungsträger Maximilian Schachmann (Berlin/Bora-hansgrohe) belohnte sich für ein erneut überzeugendes Rennen als bester Deutscher mit dem dritten Platz. Schachmann gewann den Sprint der Verfolgergruppe, die das Ziel in Lüttich mit 57 Sekunden Rückstand auf Fuglsang erreichte. Vor Schachmann landete sein italienischer Teamkollege Davide Formolo (+ 0:27 Minuten).

"Die Mannschaft hat eine superstarke Leistung gezeigt. Mit dem zweiten und dritten Platz sind wir sehr zufrieden", sagte Boras sportlicher Leiter Enrico Poitschke: "Max hat souverän den dritten Platz abgesichert." Schachmann selbst fasste sein Erfolgsrezept ziemlich simpel zusammen: "Der Körper sagt irgendwann am letzten Anstieg 'hör auf zu treten'. Aber man muss einfach weiter treten."

Fuglsang setzte die entscheidende Attacke 15 Kilometer vor dem Ziel an der letzten von elf gewerteten Anstiegen, der Cote de la Roche aux Faucons. Zuletzt hatte Fuglsang als Dritter beim Amstel Gold Race sowie mit Rang zwei beim Fleche Wallone einen Prestige-Erfolg knapp verfehlt. Schachmann hatte die beiden Rennen jeweils auf dem fünften Platz beendet.

Nach dem Start setzte sich eine achtköpfige Spitzengruppe frühzeitig ab. Nach der Wende in Bastogne - die Kleinstadt in den Ardennen war nach etwas mehr als 100 Kilometern passiert worden - betrug der Vorsprung noch rund sechs Minuten. 70 Kilometer vor dem Ziel wurde der letzte Ausreißer eingeholt.

Schachmann gewinnt Sprint um Platz drei

In der Folge scheiterten diverse weitere Fluchtversuche. Erst Fuglsang gelang es im Finale, eine Lücke zum Feld herauszufahren. Während sich der Olympia-Zweite von Rio 2016 bereits feiern ließ, setzte sich Schachmann im Sprint um Rang drei gegen namhafte Konkurrenten wie den italienischen Ex-Tour-Sieger Vincenzo Nibali (Bahrain-Merida/8. Platz) durch.

Der spanische Weltmeister Alejandro Valverde (Movistar), viermaliger Sieger des Rennens, war bereits 105 km vor dem Ziel vom Rad gestiegen.

Lüttich-Bastogne-Lüttich bildet traditionell den Abschluss der Frühjahrs-Klassiker. Das Rennen zählt neben Mailand-Sanremo (März), der Flandern-Rundfahrt, Paris-Roubaix (beide April) und der Lombardei-Rundfahrt (12. Oktober) zu den fünf "Monumenten des Radsports". Zudem endete mit Lüttich-Bastogne-Lüttich die Ardennen-Trilogie, die das Amstel Gold Race und den Fleche Wallonne einschließt.

sid/dpa | Stand: 28.04.2019, 17:16

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