Giro d'Italia: Start in Turin - Buchmann hat namhafte Konkurrenz

Emanuel Buchmann bei der Tour de France im September 2020

Italienrundfahrt

Giro d'Italia: Start in Turin - Buchmann hat namhafte Konkurrenz

Der Giro d'Italia startet in diesem Jahr in Turin. Deutschlands Topfahrer Emanuel Buchmann wird dann auch an der Startlinie stehen. Außerdem wird bei den drei großen Rundfahrten ein zusätzliches Team antreten dürfen.

Der deutsche Radstar Emanuel Buchmann startet in Turin in seine Giro-Premiere. Die Organisatoren der Italien-Rundfahrt gaben am Donnerstag (04.02.2021) bekannt, dass die 104. Auflage der Traditions-Rundfahrt am 8. Mai in der Piemont-Metropole mit einem kurzen Einzelzeitfahren über neun Kilometer beginnt. Enden wird der Giro am 30. Mai traditionell in Mailand.

Ursprünglich war der Giro-Start auf Sizilien geplant gewesen. Die Mittelmeer-Insel war aber bereits im vergangenen Herbst eingesprungen, als die wegen der Corona-Pandemie verschobene Rundfahrt nicht wie geplant in Budapest beginnen konnte.

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Die zweite Etappe des kommenden Giro über 173 Kilometer von Stupinigi nach Novara wird eine für die Sprinter, auch am dritten Tag bleibt der Giro auf den 187 Kilometern zwischen Biella und Canale im Piemont. Der weitere Streckenverlauf ist noch nicht bekannt, dürfte aber traditionell sehr bergig werden.

Duell zwischen Bernal und Buchmann

Aus diesem Grund zieht der frühere Tour-Vierte Emanuel Buchmann in diesem Jahr den Giro der eher zeitfahrlastigen Frankreich-Rundfahrt vor. Buchmann wird sich beim Versuch, das rosafarbene Trikot zu ergattern, allerdings gegen namhafte Konkurrenz durchsetzen müssen.

Wie Ineos-Grenadiers-Teamchef Dave Brailsford in einer Online-Medienrunde erklärte, werde der britische Toprennstall auf Egan Bernal als Kapitän bei der Italienrundfahrt setzen. Bernal hatte 2019 die Tour de France gewonnen.

Ineos setzt in Frankreich auf Thomas

Ineos will bei der 108. Tour de France aber nicht auf Bernal, sondern auf den Waliser Geraint Thomas, den Tour-Sieger des Jahres 2018, und den Ecuadorianer Richard Carapaz (27/Giro-Sieger 2019) setzen. Auch Giro-Titelverteidiger Tao Geoghegan Hart (Großbritannien/Ineos) wird sich in diesem Jahr auf die Tour de France konzentrieren und den Giro auslassen.

Ein Team mehr bei den großen Rundfahrten

Bei den drei großen Landesrundfahrten Tour de France, Giro d'Italia und Vuelta a Espana darf in diesem Jahr eine zusätzliche Mannschaft teilnehmen. Der Radsport-Weltverband UCI gab am Donnerstag (04.02.21) bekannt, dass 2021 statt zuletzt 176 Fahrern nun 184 an den Start gehen dürfen. Da die Anzahl der Profis pro Team aber auf acht begrenzt bleibt, erhöht sich die Anzahl an Wildcard-Mannschaften damit von drei auf vier. Die 19 WorldTour-Teams haben automatisch ein Startrecht, damit starten 23 statt 22 Equipes. Die Erhöhung erfolgt nun aus wirtschaftlichen Gründen, "um den Rennfahrern, die von der Coronakrise schwer betroffen sind, mehr Flexibilität zu bieten", teilte die UCI mit.

Die Veranstalter der Tour de France gaben direkt nach der UCI-Verlautbarung bekannt, dass ihre drei Wildcards an die französischen Teams BundB Hotels P/B KTM, Arkea-Samsic und Total Direct Energie gehen. Das Team Alpecin-Fenix um den niederländischen Topstar Mathieu van der Poel erhält als bestes ProTeam 2020 automatisch Wildcards zu den großen Rundfahrten.

sid/dpa/red | Stand: 04.02.2021, 19:31

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