Flèche Wallonne - Alaphilippe siegt, Schachmann Fünfter

Julian Alaphilippe

Ardennenklassikers

Flèche Wallonne - Alaphilippe siegt, Schachmann Fünfter

Julian Alaphilippe hat den Ardennenklassiker Flèche Wallonne gewonnen. Der deutsche Radprofi Maximilian Schachmann zeigte erneut eine starke Leistung und kam als Fünfter ins Ziel.

Schachmann war mächtig stolz und hochzufrieden. Mit dem fünften Platz beim belgischen Klassiker Flèche Wallone am Mittwoch (24.04.2019) hatte der deutsche Radprofi seinen beeindruckenden Lauf fortgesetzt und scheinbar spielend das nächste Top-Resultat erzielt. Nur die Begleiterscheinungen seines anhaltenden Höhenflugs irritierten den 25-Jährigen, der lediglich drei Tage nach Rang fünf beim Amstel Gold Race abermals geglänzt hatte.

"Ich war für viele so eine Art Favorit", sagte Schachmann. Die großen Erwartungshaltungen an seine Person waren für ihn ziemlich überraschend: "Ich selbst habe gedacht, dass ich vielleicht aufs Podium fahren kann. Ich war mir aber ziemlich sicher, dass ich nicht gewinne, wenn ich in einer Gruppe ankomme."

Alaphilippe "eine Klasse für sich"

Die Charakteristik des 195,5 km langen Kurses mit dem Ziel an der berüchtigten Mur de Huy war ein Grund dafür. Ein anderer hieß Alaphilippe. Der Franzose vom Team Deceuninck-Quick-Step sei "in dieser Art von Anstiegen in diesem Jahr eine Klasse für sich", sagte Schachmann. Wie wahr.

Alaphilippe, in diesem Jahr unter anderem Sieger bei Mailand-Sanremo, gewann wie im Vorjahr beim "Wallonischen Pfeil". Der 26-Jährige setzte am Ende des 1,3 km langen und im Schnitt 9,6 Prozent steilen Zielanstiegs die entscheidende Attacke in der Spitzengruppe und verwies Jakob Fuglsang (Dänemark/Astana) und Diego Ulissi (Italien/UAE Team Emirates) auf die Plätze. Weltmeister und Rekordsieger Alejandro Valverde (Spanien/Movistar) wurde Elfter.

Schachmann bis zum Finale in der Spitzengruppe

Alaphilippe und Fuglsang hatten bereits das Finale des Amstel Gold Race bestimmt, sich in Führung liegend aber spektakulär verpokert und den möglichen Sieg leichtfertig verschenkt. Schachmann, im Vorjahr Achter, überzeugte beim Flèche Wallone wie sein deutsches Team Bora-hansgrohe derweil erneut. Der Berliner hielt sich bis zum Finale in der Spitzengruppe auf. In den Positionskämpfen am Schlussanstieg geriet Schachmann aber zunächst ins Hintertreffen und konnte die Attacken an der Spitze nicht umgehend kontern.

Letztlich sprintete er mit einem Kraftakt noch auf den fünften Platz. "Es war chaotisch, ich habe ein paar Positionen verloren. Dann habe ich versucht, mich durchzukämpfen." Mit dem fünften Platz sei er "zufrieden".

Das konnte er in den vergangenen Wochen mehrfach sein. Am Ostersonntag gestaltete er das Finale beim Amstel Gold Race aktiv mit, zuvor hatte er unter anderem drei Etappen bei der Baskenland-Rundfahrt für sich entschieden.

Schachmanns Fokus richtet sich nun auf Lüttich-Bastogne-Lüttich, das am kommenden Sonntag den Abschluss der Ardennen-Trilogie bildet. "Das Rennen ist länger, die Anstiege härter, aber das Finale ist einfacher. Wenn ich gute Beine habe, kann ich vielleicht etwas versuchen", sagte Schachmann.

sid/dpa | Stand: 24.04.2019, 17:44

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