Froome kracht mit 54 km/h gegen Hauswand

Christopher Froome

Mehrere Brüche

Froome kracht mit 54 km/h gegen Hauswand

Nach einem schweren Sturz ist für Radprofi Chris Froome die Hoffnung auf seinen fünften Triumph bei der Tour de France jäh geplatzt. Der 34-jährige Brite kam bei der Streckenbesichtigung vor der vierten Etappe der Rundfahrt Criterium du Dauphine zu Fall und zog sich unter anderem einen Oberschenkelbruch zu.

"Es ist ein sehr schwerer Unfall. Er wird eindeutig nicht bei der Tour de France am Start sein. Es wird ziemlich lange dauern, bis er wieder Rennen fährt", bestätigte Teamchef David Brailsford vom Rennstall Ineos französischen Medien. Froome sei auf einer Besichtigungsfahrt vor dem Einzelzeitfahren bei einer Abfahrt mit hoher Geschwindigkeit gestürzt und habe sich außer eines Oberschenkelknochens auch einen Ellenbogen und mehrere Rippen gebrochen. Laut Brailsford sei er mit 54 km/h gegen eine Hauswand geprallt. Dies habe die Auswertung der Computerdaten ergeben.

Von Windböe beim Naseputzen erwischt:

"Er kam eine technisch anspruchsvolle Abfahrt herab in Richtung eines geraderen Straßenstücks mit Häusern auf beiden Seiten", sagte Brailsford. Dann habe Froome seinem Teamkollegen Wout Poels signalisiert, dass er sich die Nase putzen wolle. "Um dies zu tun, hat er eine Hand vom Lenker genommen. In dem Moment hat eine Windböe sein Vorderrad erfasst, er hat die Kontrolle verloren und ist geradewegs in eine Hauswand hinein", so Brailsford.

Chris Froome schwerer verletzt als zunächst angenommen

Sportschau 13.06.2019 01:03 Min. Verfügbar bis 13.06.2020 ARD

OP erfolgreich verlaufen

Froome, Tour-Sieger von 2013, 2015, 2016 und 2017, wurde nach dem Unfall per Helikopter ins Krankenhaus gebracht und befand sich dort zunächst auf der Intensivstation. Er wurde sechs Stunden lang operiert. Brailsford erklärte, "er ist in einem sehr, sehr ernsten Zustand und kann kaum sprechen."

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"Das Wichtigste zuerst, der Eingriff war ein Erfolg. Die Operation, die sechs Stunden dauerte, verlief sehr gut", sagte Ineos-Teamarzt Richard Usher in einer Mitteilung am Donnerstag (13.06.2019).

Die Dauphine sollte für Froome das letzte Vorbereitungsrennen für die diesjährige Große Schleife (ab 6. Juli) sein. Nach drei Etappen lag der frühere Vuelta- (2017) und Giro-Gewinner (2018) in der Gesamtwertung auf Platz acht.

dpa/sid | Stand: 13.06.2019, 18:28

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