Bahnrad-WM - Bötticher gewinnt Bronzemedaille im Keirin

Matthijs Buchli (Niederlande) vor Yudai Nitta (Japan) und Stefan Boetticher (Deutschland)

Titelkämpfe in Polen

Bahnrad-WM - Bötticher gewinnt Bronzemedaille im Keirin

Die deutschen Bahnrad-Asse haben am zweiten Tag der WM im polnischen Pruszkow stark aufgetrumpft.

Stefan Bötticher gewann am Donnerstagabend (28.02.2019) die Bronzemedaille im Keirin und sorgte damit für das zweite Edelmetall für den Bund Deutscher Radfahrer (BDR).

Der 27 Jahre alte Chemnitzer fuhr ein herausragendes Turnier, in dem er mit Ausnahme des Finals alle Rennen gewann. Dort musste sich Bötticher, 2013 Weltmeister im Sprint und Teamsprint, aber dem Niederländer Matthijs Buchli und Yudai Nitta aus Japan geschlagen geben. "Klar ist man enttäuscht, wenn man die ersten drei Läufe für sich entscheidet. Man geht mit einer gewissen Erwartung ins Finale. Ich wollte eine Medaille, dieses Ziel habe ich erreicht", sagte Bötticher, "aktuell überwiegt die Enttäuschung. Ich denke aber, dass, wenn ich ein bisschen runtergekommen bin, die Freude überwiegen wird."

Enttäuschend verlief der Wettkampf vor allem für Ex-Weltmeister Joachim Eilers. Der Titelträger von 2016 belegte in seinem Hoffnungslauf den letzten Platz und verpasste den Sprung ins Viertelfinale. "Das war ein Debakel, indiskutabel", sagte Bundestrainer Detlef Uibel. Im Viertelfinale war für Marc Jurczyk Endstation.

Friedrich von eigener Leistung überrascht

Hoffnungen auf eine Medaille darf sich die stark auftrumpfende WM-Debütantin Lea Sophie Friedrich machen. Die 19-Jährige, die am Vortag beim Training mit einem kanadischen Rennfahrer kollidiert und gestürzt war, fuhr souverän ins Sprint-Finale über 200 Meter. "Ich bin noch sehr sehr jung und hätte niemals gedacht, dass ich im Sprint soweit komme", sagte Friedrich.

Emma Hinze, am Mittwoch zusammen mit Miriam Welte Gewinnerin der Bronzemedaille im Teamsprint, schied im Achtelfinale aus.

dpa/sid | Stand: 28.02.2019, 21:26

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