Bahnrad-WM: Frauen gewinnen Teamsprint-Gold

Bahnrad - Deutschland gewinnt Gold im Teamsprint der Frauen Mittagsmagazin 27.02.2020 01:29 Min. Verfügbar bis 27.02.2021 Das Erste Von Florian Nass

Bahnrad-WM in Berlin

Bahnrad-WM: Frauen gewinnen Teamsprint-Gold

Die deutschen Teamsprinterinnen Emma Hinze, Pauline Grabosch und Lea Sophie Friedrich haben dem Bund Deutscher Radfahrer (BDR) bei der Bahn-WM in Berlin einen Start nach Maß beschert. 

Emma Hinze (Cottbus) und Pauline Grabosch (Erfurt) gewannen am Mittwoch in 32,163 Sekunden das Finale gegen Australien (32,384) und sorgten am ersten Wettkampftag mit Gold für die erhoffte Auftakt-Medaille. Einen Anteil am Erfolg hatte auch Lea Sophie Friedrich (Dassow), die auf dem Weg zum Goldlauf in der Qualifikation eingesetzt worden war.

Pauline Sophie Grabosch, Lea Sophie Friedrich und Emma Hinze feiern ihre Goldmedaille.

Pauline Sophie Grabosch, Lea Sophie Friedrich und Emma Hinze feiern ihre Goldmedaille.

"Es ist sicher überraschend. Hätte mir das jemand vor zwei Jahren gesagt, hätte ich ihm den Vogel gezeigt", sagte Bundestrainer Detlef Uibel.

"Es fühlt sich immer noch an wie ein Traum. Ich dachte, ich spinne. Dass wir so schnell gefahren sind, ist unfassbar", sagte Hinze selbst.

Es war der erste deutsche Erfolg im Teamsprint seit 2014. Damals hatten die 2018 verunfallte Kristina Vogel und ihre zurückgetretene Partnerin Miriam Welte wie schon 2012 und 2013 triumphiert.

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Sportschau 26.02.2020 00:37 Min. Verfügbar bis 26.02.2021 ARD Von Holger Gerska

Männer landen auf Rang sechs

Zufrieden war Uibel auch mit dem Auftritt der Männer. Stefan Bötticher (Chemnitz), Eric Engler (Cottbus) und Maximilian Levy (Berlin) räumten als Sechste letzte Zweifel an der Olympia-Teilnahme aus. "Das war das Minimalziel, wir haben das gut gelöst", sagte Uibel. 

Bahnrad-Vierer verpasst Finalläufe

Der Bahnrad-Vierer im Olympiaqualifikationsrennen

Der deutsche Vierer durfte dagegen nur in der Qualifikation jubeln, als gar in 3:50,304 Minuten der nationale Rekord um 0,861 Sekunden unterboten wurde. Doch als es gegen Großbritannien um die Finalläufe ging, brachen Felix Groß (Leipzig), Leon Rohde (Wedel), Domenic Weinstein (Villingen) und Theo Reinhardt (Berlin) nach gut drei Kilometern auseinander und kamen nur noch auf 3:53,577 Minuten.

Das reichte am Ende lediglich zum siebten Platz. Damit wartet Deutschland seit nunmehr 18 Jahren auf eine Medaille in der einstigen Paradedisziplin, die für fünf Olympiasiege und 16 Weltmeistertitel gesorgt hatte.

Weiterer Zeitplan der Bahnrad-WM:

Do. ab 18.30 Uhr:
Mannschaftsverfolgung Frauen und Männer
Scratch Männer
Keirin Männer

Fr. ab 18.30 Uhr:
Omnium Frauen
Sprint Frauen
1000-Meter-Zeitfahren Männer
Einerverfolgung Männer
Punktefahren Männer

Sa. ab 16.30 Uhr:
Omnium Männer
500-Meter-Zeitfahren Frauen
Einerverfolgung Frauen
Madison Frauen

So. ab 14 Uhr:
Punktefahren Frauen
Keirin Frauen
Sprint Männer
Madison Männer

red/dpa/sid | Stand: 26.02.2020, 20:15

1. März, 18:00 | Das Erste

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