Auch der Bahnrad-Vierer gewinnt EM-Silber

Das deutsche Bahnradquartett mit Charlotte Becker, Franziska Brausse, Lisa Brennauer und Lisa Klein (Archivfoto)

EM in Apeldoorn

Auch der Bahnrad-Vierer gewinnt EM-Silber

Die deutschen Bahnrad-Frauen bleiben bei der EM im niederländischen Apeldoorn auf Silberkurs. Nach dem Zweier feierte nun auch der Vierer in der Mannschaftsverfolgung Rang zwei.

Lisa Brennauer (Durach), Lisa Klein (Saarbrücken), Franziska Brauße (Metzingen) und Gudrun Stock (Deggendorf) verloren am Donnerstag (17.10.2019) im Finale trotz starker Leistung gegen Olympiasieger und Topfavorit Großbritannien, sicherten dem Bund Deutscher Radfahrer (BDR) am zweiten Tag der Bahnrad-EM aber die zweite Silbermedaille.

Wichtige Punkte für die Olympia-Qualifikation

Bereits am Mittwoch (16.10.19) hatten Brennauer und Co. den deutschen Rekord über 4:18,567 Minuten in der Qualifikation auf 4:16,328 Minuten im ersten K.o.-Duell verbessert. Im Finale kam das Quartett in 4:16,788 nochmals bis auf vier Zehntel an die nationale Bestmarke heran. Zum ersten deutschen EM-Titel in dieser Disziplin fehlten allerdings knapp drei Sekunden.

Neben der Silbermedaille sammelte das deutsche Quartett auch wichtige Punkte für die Qualifikation zu den Olympischen Spielen 2020 in Tokio. Neben den Heim-Weltmeisterschaften in Berlin (26. Februar bis 1. März) ist die EM der wichtigste Wettbewerb für die relevante Nationenwertung. Die Herren hatten bereits am Mittwoch als Fünfter die Medaillenränge knapp verpasst.

Friedrich und Hinze weiter in Top-Form

Im Sprint der Frauen zeigten sich Lea Sophie Friedrich (Dassow) und Emma Hinze (Cottbus) nach ihrer gemeinsamen Silbermedaille im Teamsprint am Mittwoch weiter in glänzender Verfassung. Nach Platz eins und zwei in der Qualifikation meisterten die beiden Nachwuchshoffnungen souverän die ersten beiden K.O.-Runden und erreichten das Halbfinale. Damit hat der BDR bereits mindestens eine weitere Medaille sicher.

Die 19-jährige Friedrich trifft am Freitag in der Vorschlussrunde auf die Ukrainerin Olena Starikowa, auf die 22-jährige Hinze wartet die russische Teamsprint-Europameisterin Anastassija Woinowa.

Deutsche Sprinter chancenlos

Bei den Männern verpassten die deutschen Sprinter das Halbfinale deutlich. Maximilian Dörnbach (Heiligenstadt) scheiterte im Achtelfinale an Teamsprint-Europameister Jeffrey Hoogland aus den Niederlanden. Eric Engler (Cottbus) wurde bereits in der ersten K.o.-Runde wegen eines unerlaubten Wechsels der Fahrspur disqualifiziert.

Titelverteidiger Stefan Bötticher (Chemnitz) musste mit Magen-Darm-Problemen passen. Im nicht-olympischen Scratch-Rennen fuhr Maximilian Beyer (Nordhausen) beim Sieg des Spaniers Sebastian Mora Vedri auf Rang neun.

dpa/red | Stand: 17.10.2019, 21:48

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