Deutsche Dressur-Equipe holt EM-Gold

Werth führt Dressur-Equipe zum EM-Gold Sportschau 20.08.2019 01:41 Min. Verfügbar bis 20.08.2020 Das Erste

Pferdesport, Reit-EM

Deutsche Dressur-Equipe holt EM-Gold

Isabell Werth winkte nach dem entscheidenden Ritt den jubelnden Fans zu und strahlte. Angeführt von der Ausnahmereiterin verteidigte das deutsche Dressur-Team bei der Europameisterschaft in Rotterdam am Dienstag (20.08.2019) seinen Titel.

Für Deutschland war es insgesamt die 24. Goldmedaille bei kontinentalen Meisterschaften. Dabei war schon vor den letzten Ritten der Konkurrenz klar, dass Deutschland in der Dressur das Maß der Dinge bleibt.

"Einfach geil", kommentierte Equipe-Chef Klaus Roeser: "Das ist einfach eine sehr gute Truppe."

Das Team um Werth, die mit auf Bella Rose mit 85,652 Prozent für das beste Einzelergebnis aller Reiter sorgte, gewann überlegen mit 244,969 Prozent. Dahinter ging es durch eine nachträgliche Disqualifikation turbulent zu.

Großbritannien verliert Medaille

Zweiter wurde schließlich das Gastgeber-Team der Niederlande (230,140) vor Schweden (229,923). Großbritannien war zunächst Zweiter, rutschte aber auf Rang vier, weil Charlotte Dujardin aus der Wertung fiel: Bei ihrem Pferd war Blut durch Sporeneinsatz festgestellt worden.

Zum siegreichen deutschen Team in Rotterdam gehören außerdem Jessica von Bredow-Werndl mit Dalera, Dorothee Schneider mit Showtime und Sönke Rothenberger aus Bad Homburg mit Cosmo.

Von Bredow-Werndl im Pech

Angesichts des Mannschafts-Golds konnte auch von Bredow-Werndl am Dienstag wieder lachen. Die 33-Jährige hatte am Vortag noch Punktabzüge kassiert, weil ihre Stute Dalera während der Prüfung äpfelte und so ein besseres Ergebnis verhinderte. Trotzdem erreichte von Bredow-Werndl wie ihre Teamkollegen locker die Qualifikation für den Grand Prix Spezial, in dem am Donnerstag die ersten Einzelmedaillen vergeben werden.

Titelverteidigerin ist Werth, die sich vor zwei Jahren in Göteborg knapp vor Rothenberger durchgesetzt hatte. "Ich bin zuversichtlich, dass wir da noch Raum zur Verbesserung haben", sagte Rothenberger zum Einzel: "Ich muss einfach konzentrierter an die Sache rangehen."

Thema in: Morgenmagazin, Das Erste, Mittwoch, 21.08.2019, ab 5.30 Uhr

sid/dpa | Stand: 20.08.2019, 16:01

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