Paralympisches Komitee hebt Sperre für Russland auf

IPC-Präsident Andrew Parsons

Paralympisches Komitee hebt Sperre für Russland auf

Das Internationale Paralympische Komitee wird die Sperre gegen Russland aufheben. Das IPC zeigte sich zufrieden mit der Aufarbeitung des Dopingskandals, obwohl weiter keine Antwort auf den McLaren-Report über das russische Staatsdoping vorliegt.

Wie der Weltverband IPC am Freitag (08.02.2019) in Bonn bei einer Pressekonferenz mitteilte, soll die Suspendierung zum 15. März enden. Das Russische Paralympische Komitee werde allerdings unter strengen Bedingungen wieder aufgenommen. Die Sperre wird nach ihrem Ablauf 29 Monate betragen haben.

Nach Auffassung des zuständigen IPC-Gremiums erfüllten die russischen Verantwortlichen 69 der 70 geforderten Kriterien. Noch aus stehe eine offizielle Antwort zu den Erkenntnissen des sogenannten McLaren-Reports, der russisches Staatsdoping dokumentiert hatte. Im August 2016 war daraufhin das Russische Paralympische Komitee gesperrt worden. Bei den Winter-Paralympics in Südkorea im März 2018 hatten nachweislich saubere Sportler unter neutraler Flagge starten dürfen.

Parsons: "Sperre aufrechtzuerhalten erscheint nicht richtig"

Die Sperre sei nicht mehr länger notwendig, sagte IPC-Präsident Andrew Parsons. "Russische Para-Athleten gehören zu den und werden auch weiterhin zu den am meisten getesteten Athleten in der paralympischen Bewegung gehören." Die Sperre aufrechtzuerhalten, weil Russland weiterhin den McLaren-Report nicht anerkenne, scheine nicht richtig.

Stand: 08.02.2019, 10:30

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