Rothfuss und Rieder scheiden im Riesenslalom aus - Bochet und Farkašová siegen

Andrea Rothfuss

Para-Alpin-WM

Rothfuss und Rieder scheiden im Riesenslalom aus - Bochet und Farkašová siegen

Andrea Rothfuss und Anna-Maria Rieder haben am Dienstag (22.01.2019) einen bitteren Auftakt in die Para-Alpin-WM erlebt. Im Riesenslalom schieden beide nach Fehlern aus, blieben aber unverletzt. Rothfuss hatte in der stehenden Konkurrenz auf Silber-Kurs gelegen. Am Ende durfte bei minus fünf Grad in Kranjska Gora eine Topathletin jubeln. Auch in der Konkurrenz der Sehbeeinträchtigten gewann eine Favoritin.

Rothfuss und Rieder stürzen

Die 29 Jahre alte Rothfuss, die als erste der stehenden Starterinnen auf die Strecke ging, zeigte einen souveränen ersten Lauf. Nach dem ersten Durchgang hatte sie 4,59 Sekunden Rückstand auf die führende Marie Bochet. Die favorisierte Französin hatte die beste Linie und ballte im Ziel bereits die Siegerfaust. Ein unglückliches Ende nahm der erste WM-Wettbewerb für Rieder. Die 18-Jährige stürzte nach einer knappen Minute Rennzeit im unteren Streckenabschnitt und wurde im Ziel von ihrer Teamkollegin Rothfuss getröstet.

Bochet triumphiert: "Jedes Mal ein neuer Kampf"

Im zweiten Lauf erwischte es dann auch die zweite Deutsche: Auf Rang zwei liegend stürzte Rothfuss und konnte anschließend nur ungläubig mit dem Kopf schütteln. Damit war der Weg frei für Bochet. Die Französin machte ein fehlerfreies Rennen und sicherte sich in 2:09,42 Minuten ihren 16. WM-Titel. Silber ging an die Kanadierin Alana Ramsay (+13,78 Sekunden), die Slowakin Petra Smaržová (+19,10) durfte sich über Bronze freuen.

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Nach dem Sieg betonte Bochet: "Es ist jedes Mal ein neuer Kampf, ein neues Rennen. Die Konkurrenz ist stark und ich bin zufrieden mit dem Ergebnis. Es ist ein toller Kurs. Wir haben gute Bedingungen zum Skifahren."

Farkašová wird Favoritenrolle gerecht

In der Konkurrenz der Sehbeeinträchtigten dominierte Henrieta Farkašová mit Guide Natália Šubrtová in 2:14,58 Minuten. Die Slowakin, die bei den Paralympics 2018 in Pyeongchang Gold gewonnen hatte, baute ihren Vorsprung im zweiten Lauf kontinuierlich aus.

Im Ziel lag Farkašová 8,19 Sekunden vor der zweitplatzierten Australierin Melissa Perrine. Bronze ging an die Britin Menna Fitzpatrick (+11,08). Sichtlich erleichtert erklärte Farkašová: "Wir hatten uns sehr auf den Wettkampf gefreut und sind glücklich, dass wir den Erfolg einfahren konnten."

Am Donnerstag (24.01.2019) steht in Kranjska Gora der Slalom der Frauen auf dem Programm. Bereits am Mittwoch findet der Slalom der Männer mit Thomas Nolte statt.

Thema in MOMA in Das Erste am 23.01.19, 5.30 Uhr

fth | Stand: 22.01.2019, 13:45

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