Sieben Weltrekorde für die deutschen Schwimmer

Elena Krawzow im Wettbewerb über 100 Meter Brustschwimmen.

Para Schwimmen

Sieben Weltrekorde für die deutschen Schwimmer

Bei den Internationalen Deutschen Meisterschaften (IDM) im Para Schwimmen wurden 42 Weltrekorde geknackt. Sieben davon von deutschen Schwimmern - alleine vier gingen auf das Konto von Elena Krawzow.

Die 25-jährige sehbehinderte Schwimmerin stellte zum wiederholten Mal ihre Top-Form unter Beweis. Schon im April hatte Krawzow zum Saisonstart drei Weltrekorde aufgestellt, die sie nun in Berlin selbst teils deutlich unterbot. Über die paralympische Distanz 100 Meter Brust sowie über 50 Meter Brust, 200 Meter Brust und 50 Meter Schmetterling ist sie derzeit in der Startklasse S12 die Schnellste der Welt – und das obwohl sie seit dem zweiten Wettkampftag mit einer im Training erlittenen Gesichtsverletzung startete. "Über diese Top-Ergebnisse bin ich selbst erstaunt und sehr stolz“, resümierte die Lokalmatadorin vom PSC Berlin.

Ebenso jubeln durfte die Brandenburgerin Gina Böttcher. Die Vize-Europameisterin schwamm über 200 Meter Lagen in der Klasse SM4 schon im Vorlauf Weltrekord und verbesserte ihre eigene Zeit im Finale um acht Sekunden. Auch über 50 Meter Schmetterling überzeugte die 18-Jährige vom SC Potsdam und stellte einen Europarekord auf.

Gute Aussichten auf die WM

Verena Schott hatte gleich am ersten Tag für Furore gesorgt. Über 200 Meter Rücken schlug die 30-Jährige in der Klasse S7 mit Weltrekord an. Reihenweise starke Leistungen zeigte auch der erst 16-jährige Josia Topf. Neben insgesamt zehn deutschen Rekorden stellte er in der Klasse S3 über 50 Meter Schmetterling eine Weltbestmarke auf.

Für das gesamte deutsche Team war es ein erfolgreiches Wochenende vor heimischer Kulisse. Bundestrainerin Ute Schinkitz zeigte sich zum Abschluss entsprechend zufrieden: "Die Athleten konnten die Normen erneut bestätigen und teilweise sogar noch verbessern. Das macht uns zuversichtlich, dass wir bei der WM im September in London um Finalplatzierungen und Medaillen mitkämpfen können."

Stand: 11.06.2019, 17:11

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