Sieben EM-Medaillen für deutsches Para-Tischtennis-Team

Thomas Schmidberger

In Helsingborg

Sieben EM-Medaillen für deutsches Para-Tischtennis-Team

Die Europameisterschaft in Helsingborg war für das deutsche Para-Tischtennis-Team ein voller Erfolg. Insgesamt gab es sieben Medaillen zu bejubeln.

Thomas Schmidberger krönte sich zum dritten Mal zum Einzel-Europameister, Valentin Baus holten seinen ersten EM-Titel. Beide lösten damit auch ihr Ticket für die Paralympischen Spiele in Tokio. Zudem gewannen Stephanie Grebe und Janina Sommer Silber sowie Sandra Mikolaschek, Thomas Brüchle und Thomas Rau Bronze.

In der Wettkampfklasse 3 zeigte Schmidberger im gesamten Turnier seine Dominanz - nur einen Durchgang ließ er in der Gruppenphase liegen. "Ich bin natürlich sehr glücklich, dass es so gelaufen ist", freute sich Schmidberger: "Ich habe mir viel vorgenommen und habe das ganz gut umgesetzt. Jetzt will ich einfach nur meinen Erfolg genießen."

Valentin Baus dominierte die Wettkampfklasse 5. "Ich bin überglücklich über den Titelgewinn und darüber, dass ich nach der Durststrecke die Bestätigung bekommen habe, dass die Umstellung im Spiel und meine harte Arbeit im Training der richtige Weg waren", sagte der frischgebackene Europameister.

Auch Grebe überrascht

Sensationell ins Finale zog Stephanie Grebe ein. Die Spielerin des PSC Berlin bezwang im Hlabfinale die Weltranglisten-Zweite Raisa Chebanika aus Russland mit 3:1. Im Finale musste sich die 31-Jährige dann aber der Russin Maliak Alieva geschlagen geben. Ebenfalls Silber gewann Janina Sommer bei ihrer EM-Premiere in der WK 1, die zum ersten Mal separat ausgespielt wurde. Sie unterlag im Finale der Polin Dorota Buclaw.

Bei Sandra Mikolaschek (WKs 4-5) lief es hingegen nicht wie gewünscht. Sie verlor ihr Halbfinale gegen die in der Weltrangliste zwei Plätze hinter ihr geführte Serbin Nada Matic klar in drei Sätzen. Doch die Wahl-Düsseldorferin durfte sich mit einer Bronze-Medaille trösten. Thomas Rau zeigte in seinem Halbfinale gegen Peter Rosenmeier über weite Strecken ganz großen Sport. Nach fünf Sätzen durfte dennoch der Weltranglisten-Zweite aus Dänemark über den Final-Einzug jubeln. Für den Spieler des RBS Solingen ist die Bronzemedaille die Belohnung für einen tollen Einzel-Wettbewerb bei den Europameisterschaften.

Ziegler zufrieden

Bundestrainer Volker Ziegler zog ein positives Zwischenfazit nach den Einzel-Wettbewerben: "Nach außen strahlt natürlich die große Zahl der Medaillen. Für mich ist aber fast noch wichtiger, dass ich bei den Spielerinnen und Spielern eine Weiterentwicklung erkannt habe. Eine Entwicklung, die auch unter Druck stabil war und die Basis für unseren weiteren Weg nach Tokio bildet", erklärt Ziegler.

dbs | Stand: 19.09.2019, 09:51

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