Fleig mit Wut im Bauch zum Titel

Martin Fleig in Vuokatti

Para-Ski-Nordisch-WM

Fleig mit Wut im Bauch zum Titel

Am ersten Langlauf-Tag der Para-Ski-Nordisch-WM in Prince George hat sich Martin Fleig am Sonntag (17.02.2019) den Titel über die mittlere Distanz gesichert. Andrea Eskau verpasste die Medaillenränge hingegen knapp.

Fleig siegte im kanadischen Prince George im Langlauf über 7,5 Kilometer. Der Starter vom Ring der Körperbehinderten Freiburg legte ein starkes Rennen hin und kam nach 22:55,8 Minuten ins Ziel. Der 29-Jährige, der am Samstag im Biathlon mit Platz vier die Medaillenränge knapp verpasst hatte, streckte sofort seinen Zeigefinger in die Luft und jubelte.

Martin Fleig

Nicht zu fassen? Bei der vorläufigen Siegerehrung einige Minuten später schüttelte er noch immer den Kopf. Dann sagte er: "Ich bin mega, mega sauer auf mich gewesen. Diese Wut habe ich versucht, in Energie umzuwandeln. Ich bin losgerannt wie ein Gestörter." Strahlend erzählte er: "Ich habe mich immer wieder aufs Neue über gestern geärgert. Meine Freundin hat mir heute noch ein paar Motivationstipps gegeben und mir Mut zugesprochen. Ich müsse mich nicht verstecken. Sie hat recht gehabt. Es lief großartig." Demzufolge widmete Fleig die Medaille seiner Stefanie, die aus Freiburg mitfieberte. Daniel Cnossen aus den USA hatte drei Sekunden Rückstand auf Fleig und gewann Silber. Bronze ging an Taras Rad aus der Ukraine.

Eskau verpasst Medaillenränge

Andrea Eskau und Anja Wicker in Vuokatti

Andrea Eskau und Anja Wicker (Archiv)

Bei etwa minus 15 Grad Celsius verteidigte Oksana Masters ihren WM-Titel in 15:46,5 Minuten. Masters, die sich nach einer Ellenbogenverletzung mit Gold im Biathlon erfolgreich zurückgemeldet hatte, sagte: "Es war ein unglaublicher Start. Die Goldmedaille von gestern hat mich schon motiviert. Trotzdem sind es noch immer zwei unterschiedliche Wettbewerbe." Es war ein Doppelerfolg der USA, da Kendall Gretsch zu Silber lief (16:13,8). Bronze sicherte sich die Norwegerin Birgit Skarstein (16:46,8). Andrea Eskau vom USC Magdeburg verpasste eine Medaille knapp. Sie wurde mit 17:09,5 Minuten Vierte. Anja Wicker reihte sich unter den sieben Starterinnen auf Position fünf ein. Die 27-Jährige vom MTV Stuttgart benötigte eine faktorisierte Zeit von 19:36,2 Minuten.

Andrea Eskau und Oksana Masters

Andrea Eskau und Oksana Masters (Archiv)

Thema in MOMA in Das Erste am 21.02.19, 5.30 Uhr

mkö | Stand: 17.02.2019, 20:51

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