Fleig fliegt zum zweiten WM-Gold

Martin Fleig

Para-Ski-Nordisch-WM

Fleig fliegt zum zweiten WM-Gold

Martin Fleig hat zum Abschluss der Para-Ski-Nordisch-WM die Goldmedaille im Langlauf gewonnen. Der 29 Jahre alte Sitzski-Athlet kam im Rennen über 15 Kilometer nach 47:53,8 Minuten ins Ziel. Silber ging an den Ukrainer Taras Rad (+1:12,2 Minuten), Dzmitry Loban aus Weißrussland holte Bronze (+1:48,7).

Fleigs vierte Medaille in Prince George

Im Ziel war Martin Fleig überwältigt: "Ich weiß nicht, was ich sagen soll. Ich bin ohne Erwartungen ins Rennen gegangen und habe einen Podiumsplatz erreicht. Das ist toll." Fleig sicherte sich mit konstanten Rundenzeiten seine vierte WM-Medaille im kanadischen Prince George. Zuvor durfte der Breisgauer zweimal Silber im Biathlon und einmal Gold im Langlauf (mittlere Distanz) bejubeln. "An diese WM werde ich mich für immer erinnern", betonte Fleig.

Fleig trotz Infekt in Topform

Da Fleig in den vergangenen Tagen wegen eines Infekts gesundheitliche Probleme hatte, war er umso überraschter, dass der Wettkampf so positiv lief. Zudem war der 29-Jährige auf einem Ski von Andrea Eskau unterwegs. Sie hatte sich für einen anderen Ski entschieden und somit auch einen kleinen Anteil am zweiten Fleig-Gold bei dieser WM.

Rombach: "Hat die Konkurrenz zerstört"

"Wir machen da keine Separation, die Schlittenfahrer können sich gegenseitig die Ski geben", erklärte Ralf Rombach. Der Bundestrainer war stolz auf seinen Schützling: "Es war aus meiner Sicht das beste Rennen, das er bis jetzt gemacht hat. Technisch allerhöchstes Niveau und auch die Renneinteilung spricht für sich. Er hat die Konkurrenz förmlich zerstört."

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In der stehenden Konkurrenz wurde Marco Maier in seinem ersten Rennen über 20 Kilometer Zehnter. "Mein Rücken hat mir seit Samstagabend Probleme gemacht. Daher bin ich zufrieden", erklärte der 19-Jährige.

Bei den sehbeeinträchtigten Startern jubelte der Kanadier Brian McKeever über Langlauf-Gold bei seiner Heim-WM (54:47,0 Minuten). Silber über 20 Kilometer ging an Zebastian Modin aus Schweden (58:02,2), der Norweger Eirik Bye gewann Bronze.

15 Medaillen für deutsches Team

Das deutsche Team sammelte insgesamt 15 Medaillen (5 Gold, 3 Silber, 7 Bronze). Diese Bilanz brachte Platz drei der Nationenwertung hinter der Ukraine und den USA. "Mit der Menge an Medaillen habe ich nicht gerechnet", gab Bundestrainer Rombach zu.

Besonders erfolgreich war die sehbehinderte Münchnerin Clara Klug, die mit ihrem Trainer und Guide Martin Härtl dreimal Gold (Biathlon) und zweimal Bronze (Langlauf) holte. Die achtmalige Paralympics-Siegerin Andrea Eskau kam auf fünf Medaillen (einmal Silber, viermal Bronze).

Clara Klug mit ihrem Guide Martin Härtl

Clara Klug mit ihrem Guide Martin Härtl

Thema in MDR FERNSEHEN / MDR SACHSEN-ANHALT HEUTE am 25.02.19, 19 Uhr

fth | Stand: 25.02.2019, 10:00

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