Fünf Fakten zur Para-Schwimm-WM

Para-Schwimm-WM: Verena Schott holt Silber Sportschau 10.09.2019 01:35 Min. Verfügbar bis 10.09.2020 Das Erste

In London

Fünf Fakten zur Para-Schwimm-WM

Deutschlands beste Para-Schwimmer kämpfen bei der WM in London nicht nur um Medaillen, sondern auch um die Paralympics-Qualifikation. Sportschau.de hat alles Wichtige zur WM gesammelt.

London springt für Malaysia ein

Ursprünglich sollte die WM in Malaysia stattfinden. Doch nach der Ankündigung führender Politiker des asiatischen Landes, keine Athleten aus Israel einreisen lassen zu wollen, entzog das paralympische Komitee Malaysia die Austragung. Zwischenzeitlich gab es die Hoffnung, die WM könnte in Deutschland stattfinden. Doch daraus wurde nichts. "Reizvoll, aber nicht umsetzbar", hieß es vom Deutschen Behindertensportverband. Nun finden die Wettkämpfe vom 9. bis zum 15. September im Londoner Aquatics Centre statt. Dort wurden auch bei den Paralympics 2012 die Schwimmwettbewerbe ausgetragen.  

Tokio im Blick

Apropos Paralympics. In London geht es nicht nur um WM-Medaillen, sondern auch um die Qualifikation für die im nächsten Jahr stattfindenden Paralympischen Sommerspiele in Tokio. Erwartet wird deshalb ein enges Gerangel um die Quotenplätze. "Die WM ist ein weiterer Meilenstein auf dem Weg zu den Paralympics in Tokio. Ziel ist es, auf dem Leistungshöhepunkt des Saisonverlaufs zu sein und sich im Becken im Kopf-an-Kopf-Rennen zu behaupten", sagt Bundestrainerin Ute Schinkitz.

Deutsche in glänzender Form

Bei den Internationalen Deutschen Meisterschaften (IDM) in Berlin haben die deutschen Schwimmer zuletzt abgeräumt. Sieben neue Weltbestmarken stellte das Team auf, allein vier davon gingen auf das Konto von Elena Krawzow. Auch Gina Böttcher, Verena Schott und Josia Topf stellten neue Weltrekorde auf, hinzu kamen zahlreiche Europarekorde und deutsche Rekorde. "Das macht uns zuversichtlich, dass wir auch bei der WM um Finalplatzierungen und Medaillen mitkämpfen können", sagt Schinkitz.

15 Schwimmer in London dabei

Angeführt wird das deutsche Team von den beiden Topathletinnen Gina Böttcher (SC Potsdam) und Elena Krawzow (Berliner Schwimmteam). Nominiert wurden zudem Malte Braunschweig (Berliner Schwimmteam), Fabian Brune (VfG Finnentrop), Annke Conradi (SC Regensburg), Marlene Endrolath (Berliner Schwimmteam), Taliso Engel (Bayer Leverkusen), Denise Grahl (Hanse SV Rostock), Justin Kaps (Berliner Schwimmteam), Neele Labudda (Hanse SV Rostock), Mira Jeanne Maack (Berliner Schwimmteam), Verena Schott (BPRSV ), Peggy Sonntag (BPRSV), Josia Topf (SV Erlangen) und Johannes Weinberg (TV 1860 Immenstadt). Maike Naomi Schnittger fehlt dagegen. Die Silbermedaillengewinnerin von Rio 2016 entschied sich aus gesundheitlichen Gründen gegen eine WM-Teilnahme.

Youngsters im Blickpunkt

Zehn der 15 deutschen Schwimmer sind erst 18 Jahre alt oder jünger. So haben vor allem die Younsters in London die Gelegenheit, sich mit der Welt-Elite zu messen und internationale Wettkampferfahrungen zu sammeln. Für Mira Jeanne Maack (15) und Justin Kaps (17) ist es gar der erste Auftritt bei einer internationalen Meisterschaft. Für zahlreiche andere ist es die erste Weltmeisterschaft.

dbs/red | Stand: 09.09.2019, 06:00

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