Para-Radsport - Medaillenregen für Deutschland bei WM

Para-Radsportlerin Maike Hausberger bei der WM in Emmen (Niederlande)

Im niederländischen Emmen

Para-Radsport - Medaillenregen für Deutschland bei WM

Die Feierlichkeiten dauern an: Im niederländischen Emmen hat Deutschland im Straßenrennen gleich zwei weitere Weltmeistertitel geholt. Außerdem gab es für die Radsportler auch zweimal Silber.

Besser hätte das WM-Debüt nicht laufen können. Maike Hausberger gewann gleich bei ihrer ersten Teilnahme Gold in der Klasse C2. Die Sportlerin aus Trier behielt auf dem Kurs, der mit vielen engen Kurven einige Fahrer und Fahrerinnen vor eine Herausforderung stellte, letztendlich souverän die Oberhand.

"Ich dachte eigentlich, meine Konkurrentinnen würden hinter mir herkommen", erzählte die 24-Jährige nach dem Rennen. Irgendwann habe sie sich "umgedreht und keine gesehen. Ich wusste gar nicht, wie mir geschieht. Selbst im Ziel war ich mir noch nicht sicher, ob nicht vielleicht doch noch eine vor mir war", blickte Hausberger auf das Geschehen zurück.

Para-Rad-Athletin Maike Hausberger: "Die Sportart hat mich immer schon fasziniert" Sportschau 11.09.2019 15:28 Min. Verfügbar bis 11.09.2020 Das Erste

Männer: Warias holt dritten Weltmeistertitel

"Einer vor mir ist als Erster in die letzte Kurve gefahren und gestürzt, dann konnte ich auf der Zielgeraden volle Kanne durchziehen", analysierte Steffen Warias (Tübingen), der in der Klasse C3 den dritten Weltmeistertitel seiner Karriere holte, das Rennen der Männer über insgesamt 66,6 Kilometer. Bereits 2010 und 2013 hatte er bei der WM triumphiert. Zudem fuhr er schon bei den Paralympics 2016 die Goldmedaille ein. Pierre Senska (C1, Berlin) sicherte sich die zweite deutsche Silbermedaille des Tages, Michael Teuber (ebenfalls C1, Tegernsee) wurde Vierter.

Verschiedene Klassen fuhren gemeinsam

Die Klassen geben im Para-Sport den Grad der Einschränkung an. Ein gemeinsames Rennen fuhren bei den Männern und Frauen die Klassen C1, C2 und C3. Denise Schindler (C3, Chemnitz) belegte in ihrer Gruppe den vierten Rang. Auf der Zielgeraden musste sie sich noch drei anderen Radsportlerinnen geschlagen geben.

Schindler machte auch den Grund dafür aus, dass es letztendlich nicht mit dem Titel klappte: "Am kurzen Anstieg merkte ich, wie das Laktat in die Beine schoss. Sehr schade, aber ich habe alles versucht." In der Klasse C5 holte Kerstin Brachtendorf (Mendig) die Silbermedaille.

jti | Stand: 14.09.2019, 20:59

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