Fünf Fakten zur Para-Rad-WM

Andrea Eskau

In Emmen 

Fünf Fakten zur Para-Rad-WM

Deutschlands beste Para-Radfahrer kämpfen bei der WM im niederländischen Emmen um Medaillen und um die Paralympics-Qualifikation. Sportschau.de hat alle wichtigen Informationen zur WM gesammelt.

22 Radfahrer in Emmen dabei 

Angeführt wird das Team von der 48-jährigen Andrea Eskau, die bereits an unzähligen Weltmeisterschaften und sechs Paralympics teilgenommen hat. Der 19-jährige Maximilian Jäger hingegen fährt zum ersten Mal bei einer Para-Rad-WM mit. Nominiert wurden außerdem: Kerstin Brachtendorf (47 Jahre / BPRSV Cottbus), Jana Majunke (29 / BPRSV Cottbus), Hans-Peter Durst (61 / RuMC 1925 Sturm Hombruch Dortmund), Mariusz Frankowski (27 / TV Waldstraße Wiesbaden), Bernd Jeffré (55 / Gymnastik-Club 1965 Nendorf), Steffen Warias (34 / BSV München), Vico Merklein (42 / Gymnastik-Club 1965 Nendorf), Tim Kleinwächter (30 / Herrmann Radteam), Erich Winkler (51 / TV Geisenhausen), Drazen Boric (49 / SC Union Nettetal), Peter Renner (32 / Herrmann Radteam), Denise Schindler (33 / BPRSV Cottbus), Matthias Schindler (37 / BSV München), Pierre Senska (31 / BPRSV Cottbus), Michael Teuber (51 / BSV München), Tobias Vetter (37 / BSV München), Johannes Herter (36 / Bielefeld), Maike Hausberger (24 / Postsportverein Trier), Annika Zeyen (34 / SSF Bonn), Angelika Droeck Käser (52 / BPRSV Cottbus).

Erinnerungen an Goldmedaillen von Rio

In Emmen geht es vom 11. bis 15. September nicht nur um WM-Medaillen, sondern auch um die Qualifikation für die im nächsten Jahr stattfindenden Paralympischen Sommerspiele in Tokio. Gleich fünf Fahrer aus dem aktuellen Kader haben schon 2016 in Rio de Janeiro paralympisches Gold gewonnen. Hans-Peter Durst hat damals zweimal Gold geholt, im Einzelzeitfahren und im Straßenrennen. Auch Andrea Eskau, Vico Merklein, Michael Teuber und Steffen Warias waren in ihrer Disziplin nicht zu schlagen. Nun wollen sie in Emmen die Weichen stellen, um nächstes Jahr in Tokio ihre Goldmedaillen zu verteidigen.

Quereinsteiger mit dabei

Mit im Team sind auch einige Quereinsteiger aus anderen Disziplinen: Maike Hausberger nahm als Leichtathletin schon an zwei Paralympics teil und war auch als Triathletin aktiv. Annika Zeyen war erfolgreich im Rollstuhlbasketball und im Rennrollstuhl, bevor sie zum Para-Radsport wechselte, auch Drazen Boric kann auf eine lange Karriere im Rennrollstuhl zurückblicken, ist jetzt aber als Handbiker am Start.

Weltcup-Finale macht Hoffnung

Hoffnung auf gute Ergebnisse macht das erfolgreiche Weltcup-Finale im August. In Baie-Comeau (Kanada) fuhren die deutschen Para-Radsportler dreizehn Podestplatzierungen ein - darunter vier Goldmedaillen. Vico Merklein führte das erfolgreiche Team mit zwei Siegen im Zeitfahren und Straßenrennen in der Klasse H3 an. Maximilian Jäger (T1) siegte im Zeitfahren und Kerstin Brachtendorf fuhr im Straßenrennen als Erste über die Ziellinie.

Bundestrainer Bachsteffel hofft auf Top-Fünf-Platzierung

"Mein Ziel ist ein Platz unter den besten fünf im Nationenranking", sagte Bundestrainer Tobias Bachsteffel: "Das wäre eine Verbesserung im Vergleich zu den vergangenen Jahren. Unsere etablierten Leistungsträger werden performen, und auch die, die jetzt nachgekommen sind, sind in ihren Klassen weit vorne dabei."

dbs/red | Stand: 11.09.2019, 07:58

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