Para-Schwimmen - Grahl vergoldet EM-Abschluss

Para-Schwimmerin Denis Grahl beim Kraulschwimmen

Para-Schwimm-EM in Dublin

Para-Schwimmen - Grahl vergoldet EM-Abschluss

Denise Grahl hat zum Abschluss der Para-EM der Schwimmer in Dublin am Sonntag (19.08.2018) ihre dritte Goldmedaille geholt. Die 25-Jährige aus Rostock sicherte sich über 100 Meter Freistil den Titel.

Zuvor hatte sie bereits über 50 Meter Freistil und 50 Meter Schmetterling gewonnen. Über 400 Meter Freistil holte Grahl (Foto) am letzten Wettkampftag im National Aquatic Centre zudem die Silbermedaille. Die dreifache Europameisterin Elena Krawzow sicherte sich mit Bronze über 100 Meter Freistil und über 100 Meter Schmetterling die Medaillen Nummer vier und fünf. Auch die 4x50-Meter-Mixed-Staffel jubelte über Bronze.

Von Beginn an schwamm Grahl über 100 Meter Freistil ein ambitioniertes Rennen und setzte sich bereits auf der ersten Bahn von ihren Konkurrentinnen ab. Mit einem komfortablen Vorsprung schlug sie mit einer neuen persönlichen Bestzeit von 1:11,62 Minuten an und verpasste damit den Europarekord von Kirsten Bruhn um nur eine hundertstel Sekunde. "Ich bin super zufrieden mit der Zeit. Die eine Hundertstel zum Europarekord wäre vielleicht noch drin gewesen, aber ich bin trotzdem super glücklich", berichtete die dreifache Europameisterin.

Persönliche Bestzeiten

Mit 5:41,33 Minuten verbesserte Grahl über 400 Meter Freistil ihre Vorlaufzeit um knapp 15 Sekunden und stellte auch über diese Distanz eine neue persönliche Bestzeit auf. "Ich bin mehr als zufrieden mit den Zeiten, die ich hier in Dublin abgeliefert habe. Das habe ich im Vorfeld so selbst nicht erwartet“, sagte sie erschöpft nach ihrem letzten Rennen.

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Auch Elena Krawzow ging erneut auf Medaillenjagd. Mit drei EM-Titeln in der Tasche, schwamm die 24-Jährige befreit auf und stellte über 100 Meter erneut ihre gute Form im Freistilschwimmen unter Beweis. Hatte die gebürtige Kasachin über 50 Meter überraschend den Titel gewonnen, sicherte sie sich über 100 Meter Freistil in der Klasse S12 Rang drei. Am letzten Wettkampftag gewann sie zudem nur knapp hinter der Spanierin Delgado Nadal Bronze über 100 Meter Schmetterling in der Klasse S12 und damit ihre insgesamt fünfte EM-Medaille. Im selben Rennen zeigte Neele Labudda erneut, dass mit ihr in den kommenden Jahren zu rechnen ist. Die erst 15-Jährige schlug als Vierte an.

Bronze für die Mixed-Staffel

Grund zum Jubeln hatten auch Tobias Pollap, Gina Böttcher, Josia Topf und Verena Schott. Nach der Disqualifikation der spanischen Staffel freuten die vier sich über Bronze in der 4x50 Meter Mixed-Staffel hinter den Teams aus Italien und der Ukraine.

Starke Bilanz

Insgesamt blickt die deutsche Para-Schwimmen-Nationalmannschaft auf eine erfolgreiche Woche in Dublin zurück. Neben acht Gold-, vier Silber- und zehn Bronzemedaillen stehen elf vierte Plätze, zwei neue Europarekorde, 17 neue deutsche Rekorde sowie 69 Finalteilnahmen und 38 aufgestellte persönliche Bestzeiten auf dem Konto der 19 deutschen Athletinnen und Athleten.

Bundestrainerin Ute Schinkitz blickte zufrieden auf eine intensive Woche zurück: "Wir können mit der Ausbeute eine sehr positive Bilanz ziehen. Ich bin sehr stolz auf mein Team, wie die jungen und erfahrenen Athleten reibungslos zusammengearbeitet haben und dadurch tolle Ergebnisse zeigen konnten." Trotzdem weiß Schinkitz nach einer internationalen Meisterschaft auch, dass noch an einigen Schrauben gedreht werden muss, um in der Welt-Elite mithalten zu können. "Wir haben gerade im Trainingsstandard noch eine sehr große Spanne und wissen, dass in Deutschland einiges an Arbeit vor uns liegt. Jetzt sind wir aber erstmal alle ganz schön geschafft von der Woche und reisen zufrieden zurück nach Deutschland."

sid/red | Stand: 20.08.2018, 10:16

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